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Zwölfte Ausgabe der Bielefelder Edition erschienen: Sie führt in den Teutoburger Wald

Streifzug zu Schatzinseln im Grünen

Bielefeld

Das Dutzend ist voll. Die zwölfte Ausgabe der Bielefelder Edition lädt ein zum Streifzug durch den Teutoburger Wald. Entlang des Höhenzugs, der sich durch Bielefeld zieht, geht es zu „Schatzinseln“ im Grünen: von der Schwedenschanze bis in die Senne. Ein Büchlein zum Entdecken und Genießen.

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Mehr als 100 Jahre alt ist der mächtige Geschlitztblättrige Spitzahorn auf dem Johannisberg Foto: privat

Wer hat nicht schon die Aussicht an der Schwedenschanze bewundert, eine Runde um die Ochsenheide gedreht oder sich zum Sonntagsspaziergang auf der Promenade an der Sparrenburg getroffen? Doch nur wenige wissen, dass unweit der Schwedenschanze noch wilder Wacholder wächst, dass die Ochsenheide eines der artenreichsten Naturschutzgebiete der Stadt ist und dass die für unsere Gegend so prägenden Rotbuchen unter Stress stehen.

Die beiden Autorinnen Heike Herrberg und Cornelia Zurborg haben bei ihrer Recherche für das Bändchen bekannte und weniger bekannte Informationen zusammengetragen. Unterstützt wurden sie dabei von Claudia Quirini-Jürgens und Peter Rüther von den Biologischen Stationen Gütersloh-Bielefeld und Kreis Paderborn-Senne sowie von Mark Keiter vom Naturkunde-Museum.

Die Autorinnen führen die Leserinnen und Leser so auch zur Apfelbaumallee in Hoberge. Und auf den Johannisberg, wo nicht nur der mehr als 100 Jahre alte Geschlitztblättrige Spitzahorn den genauen Blick lohnt, sondern auch der Winzersche Garten, in dem seit einigen Jahren sogar blaue Muskat-Trauben wachsen – ein Weinberg mitten in der Stadt.

Im Naturschutzgebiet Blömkeberg oberhalb des Ostwestfalendamms bei Brackwede wachsen seltene Pflanzen wie das Gemeine Sonnenröschen und der Trauben-Gamander, vor allem aber lässt sich dort ein Stück Erdgeschichte aus der Kreidezeit entdecken.

Weiter geht’s zum Käseberg im Naturschutzgebiet Östlicher Teutoburger Wald mit seinen reichen Bärlauchbeständen. Und schließlich lockt die „wilde“ Landschaft auf den Heideflächen im Süden der Stadt: die Senne.

„Grün, Grün, Grün“ ist der Titel der zwölften Ausgabe der Bielefelder Edition. „Das Thema Natur fehlte in der Reihe bisher komplett“, sagt Herausgeberin Kerstin Schröder. „Jetzt war es an der Zeit dafür, zumal das viele Grün des Teuto unsere Stadt ja in besonderer Weise prägt.“

Bei der liebevollen Gestaltung setzte die Grafikdesignerin so auch Akzente in changierenden Grüntönen. Zudem wählte sie zwei Papiersorten: Die zarten, naturalistischen Illustrationen von Laura Fronterré sind auf dünnem, durchscheinendem Papier gedruckt und gehen so mit den dahinterliegenden, ausdrucksstarken Fotografien von Lukas Kawa eine Verbindung ein.

„Natur ist vielschichtig, stellt einen großen Reichtum dar, bei dem alles mit allem verbunden ist“, erläutert Kerstin Schröder ihren Entwurf. „Das Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung. Es soll Spaß machen und dazu einladen, die Stadt zu entdecken.“ Denn: „Die besten Entdeckungsreisen macht man nicht in fremden Ländern, sondern indem man die Welt mit neuen Augen betrachtet“ – so ein Ausspruch von Marcel Proust, der zusammen mit anderen Zitaten diesen besonderen Streifzug durch Bielefeld ergänzt.

Einmal im Jahr zeigt die Bielefelder Edition besondere Entdeckungen aus der regionalen Kultur, aus Lebens- und Arbeitsbereichen der Stadt – gestaltet mit viel Herzblut: Die Projektbeteiligten arbeiten überwiegend ehrenamtlich. Die zwölfte Ausgabe wurde unterstützt von HLB Stückmann (Wirtschaftsprüfung /Steuerberatung). Erhältlich ist sie direkt bei Kerstin Schröder (www.bielefelder-edition.de) sowie unter anderem im Buchladen Eulenspiegel, bei Buchtipp, der Buchhandlung Bethel und im Historischen Museum.

ISBN 978-3-00-067174-6

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