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Verbraucherschützer gegen Dr. Oetker – EuGH soll Klarheit schaffen

Streit um Kalorienangabe bei Müsli

Bielefeld (WB). Reicht es aus, wenn Dr. Oetker an einer Stelle auf der Verpackung eines Vitalis-Schokomüsli den Nährwert nur für das fertig zubereitete Produkt nennt? Oder muss immer auch der Wert für das Müsli ohne Milch mitgenannt werden?

Bernhard Hertlein

Symbolbild. Foto: dpa

Vorgeschrieben sei die Angabe des Brennwertes je 100 Gramm bezogen auf das Produkt „zum Zeitpunkt des Verkaufs”, also vor der Zubereitung, kritisiert der Bundesverband Verbraucherzentrale unter Bezugnahme auf die Lebensmittelinformationsverordnung und hat deshalb gegen den Bielefelder Nahrungsmittelhersteller geklagt. Oetker verweist darauf, dass die Angabe zusätzlich sei. Auf der Seite der Verpackung fänden sich weitere Nährwertangaben entsprechend der Vorschriften.

In einem ersten Urteil gab das Landgericht Bielefeld dennoch zunächst den Verbraucherschützern recht. Dagegen stellte sich das Oberlandesgericht Hamm in der Revision auf die Seite von Dr. Oetker. Nun landete die Frage vor dem Bundesgerichtshof, der sie wiederum zur grundsätzlichen Klärung an den Europäischen Gerichtshof weitergeleitet hat.

Jörg Schillinger, Pressesprecher des Unternehmens, begrüßte dies. Er betonte, die Angabe des Nährwerts nach Zubereitung sei zusätzlich und freiwillig. Bei der Bestimmung für 100 Gramm bestehend aus 40 Gramm Müsli und 60 Milliliter Milch habe Oetker Durchschnittsangaben der Branche als Grundlage genommen.

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