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Provisorischer Radweg an Herforder Straße

Test auf eigenem Fahrstreifen

Bielefeld

Auf einer eigens für sie hergerichteten Radspur haben Aktivisten des Radentscheids für sicheres Fahren demonstriert: an der Herforder Straße ab Einmündung Beckhausstraße bis in Höhe August-Bebel-Straße.

Von Volker Zeiger

Pip Cozens von der Aktionsgruppe Radentscheid Bielefeld testet die eigens für Radfahrer umgewidmete Fahrspur auf der stadteinwärts führenden Herforder Straße zwischen Beckhaus- und August-Bebel-Straße Foto: Volker Zeiger

Der Abschnitt, auf dem sich Radfahrer bislang den Bürgersteig mit Fußgängern teilen müssen, sollte nach Meinung der Gruppe von der Stadt möglichst schnell mit einer geschützten Radfahrspur versehen werden.

Getestet wurde die eigene Fahrspur eine Stunde lang von 15 Uhr an am Feiertag Fronleichnam bei strömendem Regen und relativ wenig Verkehr in Richtung Innenstadt. Gut zwei Dutzend Teilnehmer des Radentscheids zogen gemütlich über die mehrere hundert Meter lange Strecke bis zur Ampelanlage August-Bebel-Straße, wechselten hinüber auf die linke Fahrspur der Herforder Straße stadtauswärts, radelten zur Kreuzung, bogen links ab und nahmen wieder den Weg über das für sie freigehaltene Terrain. Ein Streifenwagen der Polizei sicherte an der Kreuzung den Abfahrpunkt der Radler zum Fahrstreifen, der mit einem auffälligen und gut zehn Meter langen roten „Teppich“ und Rad-Piktogrammen begann. Radfahrergasse und die Spur, auf der die Autos fuhren, waren durch unterschiedlichen Pylonen und Flatterband voneinander getrennt.

Probleme gab es trotz der auf eine Fahrspur reduzierten Strecke für Autos nicht, wie die Aktivisten zufrieden feststellten. „Wir sehen, dass diese Straße leicht zweispurig umgebaut werden kann“, sagte Teilnehmerin Bärbel Mörchen. Sicherer Radverkehr an Hauptverkehrsstraßen sei unbedingt nötig, meint Pip Cozens, Wortführer beim Radentscheid Bielefeld. Hier wolle man die Stadtverwaltung dabei unterstützen, möglichst schnell geschützte Radfahrspuren einzurichten und nicht erst in ein paar Jahren. Der zwischen der Stadt und dem Radentscheid voriges Jahr im Juni geschlossene Vertrag gelte bis 2025. Abgemacht sei, jährlich mindestens fünf Kilometer geschützte Radwege an Hauptverkehrsstraßen zu bauen und Kreuzungsbereiche radverkehrsfreundlicher zu gestalten.

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