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»Lana Thai« unter neuer Leitung – Steakhaus »Buffalo« eröffnet in der Altstadt

Thailand, Argentinien und Italien

Bielefeld (WB/pan/jbg). Thailand, Argentinien, Italien – die Restaurantlandschaft in Bielefeld ist in Bewegung und wird noch vielfältiger: durch eine Wieder-, eine Neueröffnung und einen Umzug.

Die in der Sternegastronomie ausgebildete Meryem Bulun will im Lana Thai weiterhin traditionelle thailändische Küche servieren. Foto: Kerstin Panhorst

»Lana Thai« in neuer Hand

Die goldenen Buddhas sind frisch poliert, die asiatischen Sitzkissen aufgeschüttelt und die frischen Zutaten stehen in der Küche. Meryem Bulun ist bereit für ihre Gäste, die sie auf ihrem neuen Weg als Restaurantbesitzerin begleiten werden. Mit 49 Jahren wagt sie erstmals den Sprung in die Selbständigkeit und hat das Restaurant Lana Thai an der Heeper Straße 64 gepachtet, in dem sie auch selbst am Herd stehen wird.

Stammgäste haben aber nichts zu befürchten, die Speisekarte selbst bleibt bestehen, schließlich hat sich Meryem Bulun extra drei Monate lang mit ihrer Vorgängerin und bisherigen Köchin Samjai Gröschel durch alle Rezepte gekocht. Samjai Gröschels vor sieben Jahren verstorbener Mann Günter gründete 2002 das thailändische Restaurant, in dem er schon bekannte Gäste wie den ehemaligen Nationaltorhüter Uli Stein, Guido Westerwelle, Juliane Werding und Ingolf Lück, aber mit Prinzessin Chulabhorn auch eine echte thailändische Prinzessin sowie Prinz Vladimir von Jugoslawien verköstigte.

Ausbildung beim Sternekoch

Meryem Bulun will der bisherigen Karte noch weitere saisonale wechselnde Gerichte hinzufügen und ab Ende Juli auch Speisen von einem besonderen Grill anbieten. Die Aramäerin wuchs zwischen Mandel- und Maulbeerbäumen in einem kleinen Dorf in der Türkei auf. Mit zehn Jahren kam sie nach Deutschland, eine richtige Schulausbildung hatte sie nicht. Die Mutter von drei Söhnen (21, 23 und 28 Jahre) arbeitete lange Zeit bei Roger Heidemann im Gütersloher Restaurant Bockskrug als Aushilfe, bis eine Essenseinladung ihr ganzes Leben veränderte.

Mit Freunden speiste sie bei Sternekoch Jens Bomke in Wadersloh. »Das hat mir so gut geschmeckt dass ich ihn noch am selben Tag gefragt habe ob er mich ausbildet«, erzählt Mer­yem Bulun, die damals bereits 37 Jahre alt war. Der Sternekoch willigte ein und sie begann ihre gastronomische Karriere, die sie nach der Ausbildung nach Bielefeld führte. Im Méditerranée in Brackwede, im Kachelhaus und zuletzt im Numa, wo sie bereits mit asiatischer Küche in Kontakt kam, hat Meryem Bulun bereits gearbeitet.

»Jetzt möchte ich mein eigenes Lokal führen und das gerne für eine lange Zeit. Und als das Lana Thai frei wurde, habe ich zugegriffen, es passte einfach zu mir und hat mit 40 Sitzplätzen auch die richtige Größe«, sagt Meryem Bulun, die hofft, das nach Beendigung der langen Bauarbeiten auf der Heeper Straße nun auch wieder viele Gäste den Weg zu ihr finden.

Neues Steakhaus

Neu eröffnet hat an der Obern­straße 27 das Steakhaus »Buffalo Inn«. »Unser Hauptprodukt sind argentinische Steaks, die wir auf dem Lavastein-Grill zubereiten und zusammen mit Ofenkartoffeln, Salat, Baguette und verschiedenen Soßen servieren. Das Fleisch beziehen wir über »Maredo« aus Argentinien«, erklärt der Geschäftsführer Schki Atalan. Das Restaurant betreibt er zusammen mit seiner Familie. So kümmert sich zum Beispiel sein Neffe Abdi Atalan um die Cocktailbar und Personalführung.

Schki Atalan selbst arbeitet seit 30 Jahren in der Gastronomie. So unter anderen in Steak-Restaurants in Hameln und Hannover. Zudem habe er schon weltweit als Griller gearbeitet. Genau das, das Grillen der Steaks, wird Atalan auch im »Buffalo Inn« übernehmen. Neben ihm arbeiten noch zwei Köche in der Küche, die sich um die anderen Speisen kümmern.

Neben argentinischen Steaks stehen verschiedene Hähnchengerichte, Salate, Suppen, Fisch und vegetarische Gerichte auf der Speisekarte. Zusätzlich gibt es ein täglich wechselndes Mittagsangebot. Das Restaurant bietet auf 280 Quadratmetern mit Biergarten Platz für etwa 200 Gäste. »Zur WM stellen wir draußen im Biergarten einen Beamer auf und laden alle herzlich ein, bei uns mit den Mannschaften mitzufiebern.«

Abschied von der Altstadt

Seit mehr als 20 Jahren war das »Pizzaland« fester Bestandteil der Gastronomieszene am Klosterplatz, nun ist das kleine Stück Italien in den Nordpark-Center an der Apfelstraße gezogen – um sich zu vergrößern. Auch der Ofen dort ist größer und eine Terrasse lädt zum Verweilen ein.

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