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Trainer und Handball-Funktionär im Alter von 64 Jahren verstorben

Trauer um Michael Neuhaus

Bielefeld

Er war ein prägendes Gesicht im regionalen und auch im deutschen Handball: Vereine und Verbände trauern um den Bielefelder Michael Neuhaus, der sich als Trainer und Handball-Funktionär über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichsten Funktionen einen Namen gemacht hat. Am vergangenen Mittwoch ist Michael Neuhaus nach schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren verstorben.

Symbolbild Foto: imago

Von 2014 bis Januar 2019 war Neuhaus Bundeslehrwart beim Deutschen Handball-Bund (DHB). In dieser Zeit war er unter anderem verantwortlich für die Organisation und Durchführung der EHF-Master-Coach-Ausbildung in Deutschland sowie für die Weiterentwicklung der A-Trainer-Ausbildung im DHB.

„Michael Neuhaus war menschlich wie auch fachlich herausragend. Er hat als eine der treibenden Kräfte das Trainerlehrwesen des Deutschen Handball-Bundes neu aufgestellt und professionalisiert und war damit Wegbereiter für viele Trainer, die wir heute auf der höchsten Ebene coachen sehen“, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Im Alter von 64 Jahren verstorben: Michael Neuhaus. Foto: Bernhard Pierel

Vor seiner Tätigkeit beim DHB war Neuhaus unter anderem Präsident des HV Westfalen. Sein Wissen und seine Ideen waren auch international angesehen und gefragt. Er war mehr als vier Jahrzehnte ohne Unterbrechung engagierter Trainer vor allem von Jugendmannschaften im Leistungshandball und betreute zwischenzeitlich auch den Bielefelder Zweitligisten TSG Altenhagen-Heepen. Seine A-Lizenz erwarb Neuhaus im Jahr 1986.

Herausragende Fähigkeiten

Der Lehrer für Sport und Englisch, der ab 2004 stellvertretender Schulleiter am Bielefelder Helmholtz-Gymnasium war und im Januar 2009 Rektor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Bünde wurde, war in Bielefeld zudem für das Handballteam Senne, den Gadderbaumer TV und den TuS Jöllenbeck als Trainer und Vereins-Funktionär tätig.  Sennes Vorsitzender Arndt Wienböker sagt:  „Wir sind erschüttert und sehr, sehr traurig. Mit Michael verlieren wir nicht nur einen der besten Handball-Trainer und Funktionäre, die Bielefeld je hatte. Auch seine pädagogischen Fähigkeiten und die Werte, für die er sich Zeit seines Lebens eingesetzt hat, waren herausragend.“

Ende der Neunziger stieg der Verstorbene bis 2012 als Lehrwart des Handballkreises Bielefeld-Herford ein, wurde dann Mitglied des Lehrstabs des Handballverbandes Westfalen – und im Sommer 2013 dessen Präsident. Außerdem war Michael Neuhaus 29 Jahre lang als Schiedsrichter im Einsatz.

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