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Auf die Bielefelder Müllabfuhr ist Verlass

Trotz „Feiertagsdichte“: Keine Tour fällt flach

Bielefeld (WB).

„Keine Abfuhr-Tour fällt wegen der Feiertagsdichte aus“, sagt Andreas Geisler, Geschäftsbereichsleiter Stadtreinigung im Bielefelder Umweltbetrieb. Für die Mitarbeiter des Müllabfuhr bedeute das: Restmüll, Bioabfall, Wertstoffe und Papier werden auch an Heiligabend und an Silvester abgeholt, zudem am vergangenen Samstag (19. Dezember) und am Samstag, 2. Januar.

Burgit Hörttrich 

In der Weihnachts- und Silvesterwoche sind etwa 120 Müllwerker (von insgesamt 150) auf den Touren in Bielefeld unterwegs. Foto: dpa

Touren würden entweder zeitlich nach vorne verschoben oder eben nachgeholt, so Geisler. Eigentlich nämlich sind Samstage keine Abfuhrtage. Um sicher zu gehen, genüge der Blick in den Abfallkalender.

Müllverbrennungsanlage und Verwerter seien auch in der Weihnachtszeit und „zwischen den Jahren“ vertraglich zur Annahme des Haushaltsabfalls verpflichtet.

Die Mitarbeiter des Umweltbetriebes wüssten gemeinhin ein Jahr im Voraus, wer in der Weihnachts- und Silvesterwoche (oder in der ebenfalls feiertagsreichen Osterzeit) zum Dienst eingeteilt sei. Andreas Geisler: „Der Plan für 2021 bekommt aktuell noch den letzten Feinschliff.“ Die Müll-Entsorger würden seit Jahren im „4 im 5-Tage-Modell“ arbeiten, so Geisler: „Neun Stunden pro Arbeitstag, dafür rollierend ein freier Tag.“ Darin eingerechnet seien dann zum Beispiel auch die Samstagsabfuhr-Tage.

Geisler weiß aus Erfahrung, dass nach Weihnachten vor allem die Papiertonnen regelrecht überquellen: „Erst recht in diesem Jahr - durch die zahllosen Versandkartons.“ Auch die Altglascontainer würden wohl überlaufen: „Trotz der Sonderschichten, die von unseren Subunternehmen gefahren werden.“ Er appelliert deshalb an die Bielefelder, Leergut „zwei, drei Wochen im Keller zwischenzulagern“. Seine Bitte: „Keine Flaschen neben die Container stellen.“ Wenn das Glas dort zu Bruch gehe, sei die Verletzungsgefahr hoch und, so Geisler, „Radfahrer bekommen leicht einen Platten wegen der herum liegenden Scherben.“

In der Weihnachts- und Silvesterwoche seien etwa 120 Müllwerker (von insgesamt 150) auf den Touren unterwegs – üblicherweise zu zweit pro Wagen, bei der Papierabfuhr wegen des hohen Gewichtes der Behälter zu dritt.

Auch beim Umweltbetrieb gebe es Quarantänefälle und deshalb ist Geisler froh, bislang das Abfuhrprogramm (einschließlich Sperrmüll) durchziehen zu können. Der Umweltbetrieb sei vorbereitet darauf, möglicherweise Pandemie-bedingt nicht mehr ausreichend Personal aufbieten zu können. Andreas Geisler: „Dann würden zuerst die Intervalle zwischen den Papierabfuhren verlängert. Papier ist problemlos zu lagern - anders als etwa Rest- oder Biomüll.“

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