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Polizei nimmt Männer wegen Diebstählen fest

Übergriffe auch im Bielefelder Bahnhofsviertel

Bielefeld (WB/hz). Auf dem Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel in Bielefeld ist es in der Silversternacht ebenfalls zu Übergriffen gekommen.

Projekt sichere Innenstadt: Die Polizei ist seit Jahren jedes Wochenende am Bielefelder Boulevard im Großeinsatz. Foto: Thomas F. Starke

Dort hielten sich zeitweise bis zu 150 Marokkaner und Algerier in kleineren Gruppen auf. Zwischen ihnen kam es laut Polizei zu Auseinandersetzungen. »Wir waren massiv präsent und haben mit Sicherheit etwas Schlimmeres verhindert«, sagte ein Polizeisprecher.

Disco- und Kneipenbesitzer hatten die Polizei zur Hilfe gerufen, um ihr Hausrecht durchzusetzen. Die Gastronomen verwehrten den aggressiven Migranten den Zutritt zu ihren Lokalitäten, was diese nicht hätten akzeptieren wollen.

Frauen, die von Antanzdieben bedrängt worden seien, hätten von einer unangenehmen körperlichen Nähe der Täter berichtet, die teilweise versucht hätten, die Frauen zu küssen.

Polizei und Sicherheitsdienste bestätigten jedoch, dass es am Boulevard keine massiven sexuellen Übergriffe von Migranten auf Frauen gegeben habe wie in Köln.

Die Polizei registrierte im Bahnhofsviertel einen Autoaufbruch, sechs Diebstähle, eine Körperverletzung am Eingang einer Disco und zwei Diebstähle durch Antanzen. Drei Tatverdächtige (19, 23, 29) aus Marokko und Algerien wurden wegen Diebstählen festgenommen. »Das Deliktaufkommen spricht für eine normale Silvesternacht«, sagte der Polizeisprecher.

Anmerkungen der Redaktion:

Kenntnis von den Vorfällen am Boulevard in der Silvesternacht hat diese Zeitung erst am Dienstag durch eigene gezielte Nachfragen bei der Polizei erhalten. Die Veröffentlichung erfolgte umgehend in der nächsten erreichbaren Ausgabe.

In der derzeitigen Debatte über Übergriffe auf Frauen in mehreren deutschen Großstädten in der Silvesternacht geht es auch um die Frage, ob es sich um vergleichbare Ereignisse handelt. Dabei spielt es eine Rolle, ob von organisierter Kriminalität oder Bandenbildung auszugehen ist. In diesem Zusammenhang spüren wir wie viele deutsche Medien auch der Frage nach, was die Tatverdächtigen bzw. die von Zeugen beobachteten Menschengruppen an den Tatorten gemeinsam haben. Ziel ist ausdrücklich keine pauschale Verdächtigung von Menschen gleicher ethnischer Herkunft, sondern die schlichte Beschreibung von nach derzeitigem Kenntnisstand gesicherten Fakten.

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