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Polizei: »Wir ermitteln nach wie vor in alle Richtungen«

Unfall auf Detmolder Straße: Verdacht der fahrlässigen Tötung

Bielefeld (WB/hz). Neun Tage nach dem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten und einer lebensgefährlich Verletzten auf der Detmolder Straße ist die Ursache weiter unklar. »Wir ermitteln nach wie vor in alle Richtungen«, sagte Polizeisprecherin Hella Christoph.

Der tödliche Unfall auf der Detmolder Straße. Foto: Hendrik Uffmann

Wie berichtet, war am späten Abend des 20. Oktober auf der regenassen Detmolder Straße ein mit sieben Menschen besetzter Opel Zafira verunglückt. Die Großraumlimousine krachte bei der Rückfahrt von einer Hochzeit gegenüber der Einmündung zur Teutoburger Straße stadtauswärts frontal vor die Steinmauer eines Vorgartens und vor einen Ampelmast.

Ein Beifahrer (16) starb noch an der Unfallstelle, ein zweiter 16-Jähriger einen Tag später im Krankenhaus. Eine Beifahrerin (25) wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht und lag vergangenen Woche in kritischem Zustand auf einer Intensivstation. Der Fahrer (35) des Opel und drei weitere Insassen wurden bei der Karambolage schwer verletzt.

Verdacht, dass Sicherheitsgurte nicht angelegt waren

Der 35-Jährige am Steuer der Großraumlimousine könnte sich der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung an seinen Beifahrern schuldig gemacht haben. Polizeisprecherin Christoph bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Verdacht. Einsatzkräfte hatten nach dem Aufprallunfall berichtet, dass die Tachonadel des Opels zwischen Tempo 80 und 90 stehen geblieben sei. Erlaubt sind auf der Detmolder Straße 50 Kilometer in der Stunde.

Zudem prüfen die Ermittler der Polizei, ob sich die Beifahrer im Opel ebenfalls fahrlässig verhalten hatten. So besteht der Verdacht, dass Insassen die Sicherheitsgurte nicht angelegt hatten.

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