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Gelände soll für Neubau der Medizinfakultät genutzt werden

Uni-Parkhäusern droht der Abriss

Bielefeld (WB/sas). Die Tage der Parkhäuser an der Universität scheinen gezählt: Sie sollen, so die Vorstellung des Rektorates, abgerissen werden und für den Neubau der geplanten Medizinfakultät Platz machen. Das hat Uni-Sprecher Ingo Lohuis Freitag auf Nachfrage bestätigt.

Die drei Parkhäuser (im Vordergrund) sollen zugunsten der Medizinischen Fakultät weichen. Foto: Thomas F. Starke

Die Hochschule möchte seit Jahren eine Medizinerausbildung etablieren, jetzt wird dieser Wunsch verwirklicht: Die neue schwarz-gelbe Landesregierung hat den Weg dafür frei gemacht und stellt im ersten Schritt 50 Millionen Euro in Aussicht (wir berichteten). Das entspricht auch den von der Hochschule geschätzten jährlichen Betriebskosten.

An der Bielefelder Universität gibt es bereits zahlreiche Kooperationen mit Krankenhäusern – etwa dem Herzzentrum in Bad Oeynhausen oder Bethel –, medizinische Forschungsprojekte und eine Fakultät für Gesundheitswissenschaften, an der benachbarten Fachhochschule werden Pflegewissenschaften gelehrt. Der avisierte Standort in unmittelbarer Nähe zur Universität, dem Centrum für Biotechnologie mit der Genomsequenzierung und dem Exzellenzcluster wäre also ideal.

Es geht um 2000 Parkplätze

Die etwa 2000 Parkplätze, die bei einem Abriss (der ohnehin in die Jahre gekommenen und wenig ansehnlichen Parkhäuser) wegfallen, sollen nicht ersatzlos gestrichen werden: Geplant ist, unter einem Neubau für die Medizinfakultät eine Tiefgarage anzulegen. Zudem, so Lohuis, gebe es um die Hochschule herum genügend Parkmöglichkeiten.

Ärztevertreter und Kommunen in der Region erhoffen sich angesichts des sich immer deutlicher abzeichnenden Ärztemangels von einer Medizinischen Fakultät eine bessere Versorgung der Region mit Allgemeinmedizinern. Sie setzen auf den so genannten »Klebeeffekt«, zumal die klinische Ausbildung der Studierenden auch in der Stadt und der Region erfolgen könnte. Die drei großen Bielefelder Krankenhäuser sind außerdem akademische Lehrkränkenhäuser, viele der Chefärzte haben die entsprechende Lehrbefugnis.

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