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Jüdische Gemeinde Bielefeld unterstützt Geflüchtete aus der Ukraine und bietet Kurse in deutscher Sprache

Unterricht für ein Leben in Deutschland

Bielefeld

Seit Beginn des Ukraine-Krieges gehört die jüdische Kultusgemeinde zum Kreis der Organisationen und Einrichtungen, die sich um die nach Bielefeld geflüchteten Menschen kümmert. Und weil Sprache ein wichtiger Baustein für die Integration ist, bietet sie in ihren Räumen unter der Synagoge an der Detmolder Straße Deutschkurse für die Ukrainer an. Die Mühen der Teilnehmer wurden jetzt mit der Übergabe der Sprachzertifikate belohnt, die auch ein Zeichen dafür sind, dass viele Flüchtlinge ihre Zukunft in Deutschland sehen.

Von Peter Bollig

Sozialdezernent Ingo Nürnberger (von rechts) und  Vorsitzende Irith Michelsohn von der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld haben an die ukrainischen Geflüchteten, die den Sprachtest gemeistert haben, die Zertifikate des Goethe-Instituts überreicht. Darauf ist auch Lehrerin Gabriele Schmiegelt-Uzunömeroglu (hinten rechts) stolz. Foto: Bernhard Pierel

Um rund 400 Geflüchtete kümmert sich die 440 Mitglieder starke Kultusgemeinde, seitdem im vergangenen Jahr die ersten Ukrainer nach Bielefeld gekommen sind. „Nicht alle davon sind jüdischen Glaubens“, sagt Irith Michelsohn vom Vorstand. Vor allem Frauen und ältere Menschen werden unterstützt und profitieren vom Engagement und dem Netzwerk der Gemeinde. Das habe dazu geführt, dass keiner dieser Geflüchteten in einer Sammelunterkunft untergebracht werden musste, sondern in Wohnungen unterkommen konnte.

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