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Die zentrale Einschulungsfeier der Stadt Bielefeld rankt sich um 26 Brocker I-Männchen

»Unterstützen Sie Ihre Kinder!«

Bielefeld (WB). Plötzlich ist die Vorschulzeit vorbei, und mit bunter Schultüte und Ranzen gibt es eine Menge zu schleppen: Erwartungsfroh sind am Donnerstag 2942 Jungen und Mädchen in Bielefelder Schulen zu einem neuen Lebensabschnitt angetreten. Beigeordneter Udo Witthaus begrüßte 26 davon stellvertretend bei der zentralen Einschulungsfeier der Stadt in der Brocker Grundschule.

Markus Poch

Stolze I-Männchen an der Brocker Schule: Baki Duran Demirkoparan (6) und seine Zwillingsschwester Hüray Bennu posieren hier mit (von links) Schulleiterin Ulrike Kleimann, Schulamtsdirektorin Gitta Trachte und Beigeordnetem Dr. Udo Witthaus. Foto: Bernhard Pierel

Vor gut 250 Mitschülern, Eltern, Geschwistern und Lehrern ermutigte der Schul- und Kulturdezernent die aufgeregten I-Männchen in der ersten Reihe dazu, sich mit ihren Zukunftsplänen an Astrid Lindgrens berühmter Romanfigur Pippi Langstrumpf zu orientieren: »Macht Euch die Welt, wie sie Euch gefällt«, em­pfahl Witthaus in Anlehnung an »Hey, Pippi Langstrumpf«, die Titelmelodie der deutsch-schwedischen Fernsehserie aus dem Jahre 1969. »Das geht hier an der Brocker Schule – auch ohne Äffchen, Pferd und Villa Kunterbunt.«

Ausgeruht in den Unterricht

Den Eltern gab Witthaus auf den Weg, in den kommenden Wochen und Monaten besonders rücksichtsvoll mit dem eigenen Nachwuchs umzugehen: »Unterstützen Sie Ihre Kinder, aber lassen Sie sie auch los in die Selbstständigkeit«, empfahl er. »Ihre Kinder brauchen Zeit zur Eingewöhnung in der neuen Umgebung. Und vertrauen Sie auch den Lehrern. Die wissen genau, wie Schule geht.«

Besonders wichtig sei es, die Jungen und Mädchen nur ausgeruht und mit einem ordentlichen Frühstück im Magen zur Schule zu schicken. Was den künftigen Schulweg betrifft, riet Udo Witthaus, diesen mit den Kindern gemeinsam einige Male zu Fuß zurückzulegen, um die Strecke sowie das sichere Überqueren von Straßen an Ampeln und Zebrastreifen zu demonstrieren. »Vermeiden Sie das Bringen mit dem Auto«, sagte er. Das sei nicht konstruktiv und führe lediglich zu Chaos im Umfeld der Schule.

Von ihren angehenden Mitschülern aus höheren Klassen wurden die I-Männchen mit einem kleinen musikalischen Programm aus Liedern, Tänzen und Sport begrüßt. »Daran seht Ihr, dass Schule Spaß macht und Ihr Euch auf ganz viele Dinge freuen könnt«, betonte Witthaus und verwies auf die Kooperationspartner der Schule, zu denen die Sportvereinigung Brackwede, die Universität Bielefeld, die Vatan-Moschee und die Stadtteilbibliothek Brackwede gehören.

Gemüse aus dem Schulgarten

Schulamtsdirektorin Gitta Trachte versicherte in ihrem Grußwort, dass in der Schule nicht nur gesungen und getanzt, sondern in erster Linie gelernt werde. Sie erinnerte auch daran, dass die betroffenen Kinder lediglich Schulanfänger, keine Lernanfänger seien. Auf sie kämen jetzt viele neue Eindrücke zu, so zum Beispiel der Garten der Brocker Schule: »Da können manche Kinder ihr eigenes Gemüse und auch Blumen anpflanzen«, versprach Gitta Trachte.

Durch die neuen 26 Erstklässler, die jahrgangsübergreifend mit den Zweitklässlern zu drei neuen Klassen verschmolzen werden, pendelt sich die neue Schülerzahl der Grundschule auf 115 (in sieben Klassen) ein. Zu deren Betreuung stehen zehn Lehrer sowie eine Sozialarbeiterin und eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung. Mit ihnen allen feiert die Schule am heutigen Freitag eine so genannte multireligiöse Einschulungsfeier, deren Inhalt der Queller Pfarrer Matthias Dreier und der Türkischlehrer Mustafa Demirezen vorbereitet haben.

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