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Stadtwerke Bielefeld liefern Notstromaggregate und Powerbanks in die Ukraine

Unterstützung in Kriegszeiten

Bielefeld

Seit mehr als einem Monat hält der russische Angriff auf die Ukraine die Welt in Atem. Das Leid der Bevölkerung nimmt täglich weiter zu. Der Hoffnungsschimmer in diesen dunklen Zeiten ist die große Hilfsbereitschaft der Menschen in und außerhalb der Ukraine – ganz besonders auch in Bielefeld.

Der Betriebsratsvorsitzende Marco Futterlieb (rechts) verlädt zusammen mit den Auszubildenden Kai Steffen Muesmann (Mitte) und Felix Opiela die Notstromaggregate auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld. Foto: Stadtwerke Bielefeld

Seit Wochen werden Geld- und Sachspenden gesammelt, wird Hilfe für die Menschen in der Ukraine und die ukrainischen Flüchtlinge in Bielefeld auf die Beine gestellt. Hierbei unterstützt auch die Stadtwerke Bielefeld Gruppe.

Das Versorgungsunternehmen hat Notstromaggregate und Powerbanks zum Aufladen von Mobiltelefonen gespendet und lieferte diese nun in die Ukraine. Hiermit soll die Stromversorgung in einigen Teilen der betroffenen Kriegsgebiete unterstützt werden. „Das Leid der Menschen in der Ukraine ist für uns alle kaum vorstellbar. Deshalb war es für uns als Unternehmen keine Frage, dass wir unterstützen wollen“, betonen die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann und Rainer Müller.

Geldspenden-Aktion innerhalb der Belegschaft

Zeitgleich hat der Betriebsrat der Unternehmensgruppe eine Geldspenden-Aktion innerhalb der Belegschaft ins Leben gerufen – Geld, das gezielt der Ukraine-Hilfe von Bielefelder Institutionen zugutekommt. „Wir alle sind begeistert vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist toll zu sehen, wie die Belegschaft für die gute Sache zusammenhält“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Marco Futterlieb.

Mit großem Einsatz dabei ist seit vielen Wochen Stadtwerke-Mitarbeiter Kai Steffen Muesmann. Der 26-Jährige absolviert gerade seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Anfang März war Muesmann schon einmal an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. Dort übergab er Sachspenden, die er und seine Freunde mit einem privaten Spendenaufruf gesammelt hatten.

Sachspenden an ukrainische Hilfskräfte übergeben

Jetzt reiste der Bielefelder erneut in Richtung Osten, um sowohl die Notstromaggregate und Powerbanks der Stadtwerke, als auch weitere Sachspenden für ein Kinderheim zu übergeben. „Wir stehen seit Beginn des Krieges mit Menschen in der Ukraine in Kontakt. So können wir sichergehen, dass die Sachspenden auch dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden“, erklärt Kai Steffen Muesmann.

Muesmann und sein Azubi-Kollege Felix Opiela (23) machten sich auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze in der Nähe des polnischen Orts Lubaczow. „Unterwegs sind wir noch mehreren anderen Hilfstransporten begegnet, mit denen wir uns dann zusammengeschlossen haben und gemeinsam weiter zur Grenze gefahren sind. Es ist weiter sehr beeindruckend, wie viel Hilfe in Richtung Ukraine unterwegs ist“, betont Kai Steffen Muesmann.

Vor Ort wurden die Sachspenden an ukrainische Hilfskräfte übergeben und anschließend zu einer nahe gelegenen Militärbasis transportiert. Von dort wird die Verteilung der Spenden ins Land, insbesondere in die stark betroffenen Kriegsgebiete, organisiert.

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