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Restaurantkette kämpft gegen Verluste – großer Standort in Bielefeld

Vapiano prüft Schließungen

Köln/Bielefeld (dpa/WB/OH). Die nach schlechten Geschäftszahlen unter Druck stehende Restaurantkette Vapiano schließt die Aufgabe einzelner Standorte nicht aus. »Es wird auch Schließungen geben, wenn wir sehen, dass die gewünschte Profitabilität nicht erreicht ist«, sagte Vorstandschef Cornelius Everke der »FAZ«. In Bielefeld steht das einzige Vapiano-Restaurant in OWL.

Das 2012 eröffnete Vapiano-Restaurant in Bielefeld ist mit 370 Sitzplätzen eines der größten der Kette weltweit. Foto:

Bei der Eröffnung im November 2012 war es mit 370 Sitzplätzen auf 1000 Quadratmetern und zwei Etagen sowie 100 Mitarbeitern die weltweit größte Filiale der Kette. Insgesamt gibt es 231 Standorte in 33 Ländern, rund 40 in Deutschland.

»Wir fokussieren uns auf unseren Kernmarkt Europa«, kündigt der seit Dezember an der Spitze stehende Everke an. Er will das börsennotierte Unternehmen mit einer Neuausrichtung wieder in die Spur bringen. Statt Expansion soll nun die Profitabilität Priorität haben. Die Investitionen sollen von bisher geplanten 70 Millionen Euro unter die Marke von 40 Millionen sinken. Zwar solle es auch 2019 eine zweistellige Zahl von Neueröffnungen vor allem in Deutschland, Frankreich und Österreich geben, aber nicht im ursprünglich avisierten Umfang von 40 Standorten.

»Wir haben uns verzettelt in unserer schnellen Expansion«, sagt Everke. Das Tempo sei zu hoch gewesen. »Wenn wir es verlangsamen, hilft das der Profitabilität.« Allein 2018 wurden 32 Restaurants eröffnet.

Derweil laufen mit den kreditgebenden Banken Gespräche über eine langfristige Finanzierung. Everke rechnet damit, dass im März eine Einigung erzielt wird.

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