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Geschäft läuft in den meisten Filialen aber ohne Einschränkungen weiter

Vapiano SE vor Abwicklung – Filialen bleiben

Köln/Bielefeld (dpa/WB/OH). Das Aufräumen bei dem in die Insolvenz geschlitterten Restaurantkettenbetreiber Vapiano SE geht weiter.

Vapiano-Schriftzug an einer Filiale. Die meisten Läden bleiben geöffnet. Foto: Thomas F. Starke

Nach dem Verkauf des wesentlichen Teils des Geschäfts an ein Investorenkonsortium, das die Marke Vapiano und viele Läden weiterführen will, hat die Gläubigerversammlung der Aktiengesellschaft am Donnerstag die endgültige Stilllegung der noch bei der Gesellschaft verbliebenen Unternehmensteile beschlossen, wie Insolvenzverwalterin Ruth Rigol mitteilte.

Die börsennotierte Vapiano SE hatte Anfang April beim Amtsgericht Köln Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die Auswirkungen der Corona-Krise waren für das ohnehin Verluste schreibende Unternehmen nicht mehr zu bewältigen gewesen.

Bereits Anfang Juni wurde im Zuge des Insolvenzverfahrens der wesentlich Teil des Geschäfts der Vapiano SE und ihrer Tochtergesellschaften in Deutschland an ein Konsortium unter Führung des ehemaligen Vapiano-Vorstandsmitglieds Mario C. Bauer verkauft. Der Deal umfasste 30 von Vapiano selbst betriebene Restaurants in Deutschland sowie das nationale und internationale Franchise-Geschäft der Kette, aber auch Anteile an Gemeinschaftsfirmen in Deutschland und im Ausland. Bauer betonte, er wolle einen Neustart für Vapiano.

Die Franchise-Restaurants – insbesondere in Deutschland – waren nicht in den Verkaufsprozess einbezogen. Alleine hierzulande betreiben eigenständige Franchise-Unternehmer 29 Restaurants in 25 Städten – darunter ist auch als einziger Standort in OWL die Filiale in Bielefeld. Gleiches gilt für die Häuser in Osnabrück und Münster.

Nach dem jetzt gefassten Beschluss der Gläubigerversammlung soll die Insolvenzverwalterin die verbliebenen Reste der Vapiano SE abwickeln und das Unternehmen löschen. Rigol stellte den Gläubigern der Restaurantkette eine Insolvenzquote von rund drei Prozent in Aussicht. Das heißt: Die Gläubiger bekommen voraussichtlich für je 100 Euro, die ihnen das Unternehmen schuldet, lediglich 3 Euro aus der Konkursmasse ausgezahlt.

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