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Neue Erkenntnisse nach Schuss auf 38-Jährigen in der Bielefelder Altstadt

Verdacht auf Mordanschlag

Bielefeld

Drei Wochen nach dem Schuss auf einen 38-jährigen Mann in der Bielefelder Altstadt suchen Ermittler einer Mordkommission weiter nach dem oder den Tätern. Unterdessen bestätigte Staatsanwältin Claudia Bosse, dass der Ort, wo der am Bein verletzte, polizeibekannte Bosnier aus Detmold am frühen Morgen des 6. Dezember gefunden worden sein soll, offenbar nicht der Tatort gewesen ist.

Jens Heinze

Symbolbild Foto: Colourbox

Wie berichtet , soll es den offiziellen Angaben der Polizei zufolge auf der Hagenbruchstraße zwischen der Altstädter Nicolaikirche und dem Klosterplatz zu dem Schuss auf den Bosnier gekommen sein. Die Staatsanwältin bestätigte nun Informationen dieser Zeitung, wonach der Bereich vor der ehemaligen Disco Stadtpalais der Tatort gewesen sein könnte. Zwischen dem Papenmarkt/Hans-Sachs-Straße und der Neustädter-/Kindermannstraße etwa in Höhe des Parks der Menschenrechte soll auf den Mann geschossen worden sein.

Die Staatsanwältin sagte, dass entgegen ersten Angaben nicht einmal, sondern mehrfach auf den 38-Jährigen geschossen wurde. Damit handelt es sich offenbar um einen gezielten Mordanschlag. Eine Kugel traf den Bosnier ins Bein, die anderen Projektile verfehlten demnach das Ziel.

Der oder die Täter sollen aus einem fahrendem Auto heraus geschossen haben, bevor sie flüchteten. „Wir haben keine zuverlässige Täterbeschreibung und keine Beschreibung vom Fluchtfahrzeug“, sagte die Staatsanwältin. Zur Frage, ob aus einer Kurz- oder Langwaffe gefeuert wurde, machte die Juristin aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Ob das wegen verschiedener Delikte polizeibekannte Schussopfer überhaupt an einer Aufklärung durch die Polizei interessiert ist, ist zweifelhaft. Der Mann soll mit seinen Begleitern in der Tatnacht vom Papenmarkt zur knapp 500 Meter entfernten Hagenbruchstraße geflohen sein und erst dort die Polizei alarmiert haben. Da waren der oder die Schützen längst geflohen.

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