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Ausstellung in Bielefeld: „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ erinnert an jüdische Sport-Stars bis 1933 und danach

Vergessene Idole ihrer Zeit

Bielefeld

Die Männer haben oft im Ersten Weltkrieg für ihre Heimat Deutschland gekämpft, sie holten wie die Sportlerinnen Titel und Medaillen. 1933 wurden sie aus ihren Vereinen zwangsausgeschlossen, einigen gelang es zu emigrieren, andere wurden deportiert und  in Konzentrationslagern ermordet.  Weil sie Juden waren. Den jüdischen Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach ist eine Ausstellung gewidmet, die zunächst im Skulpturenpark der Kunsthalle, anschließend  auf dem Rathausplatz gezeigt wird: „Zwischen Erfolg und Verfolgung".

Bürgermeister Andreas Rüther steht neben dem skulpturalen Großfoto des Fußballers Julius Hirsch, deutscher Meister 1910 und 1914 und Nationalspieler. Hirsch wurde in Auschwitz ermordet. Foto: Burgit Hörttrich

Die Ausstellung in Trägerschaft  des Zentrums  deutsche Sportgeschichte e.V.  will die großen Verdienste jüdischer Athletinnen und Athleten für den modernen Sport in Deutschland würdigen und gleichzeitig deren Verfolgung in der Nazi-Zeit dokumentieren und bewusst machen. Bürgermeister Andreas Rüther sagte, es sei ein „unhaltbarer Zustand, dass wir in der heutigen Zeit wieder mit Antisemitismus und Rassismus in Deutschland konfrontiert sind.“ Alle Menschen, auch in Bielefeld, seien gefordert, sich solchen Tendenzen entgegenzustemmen.

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