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Etliche Senioren können Termine nicht wahrnehmen – Stadt Bielefeld rät ihnen, sich zu melden

Verkehrslage stört Impfkampagne

Bielefeld

Schwer passierbare Gehsteige und Straßen, der Ausfall von Bussen, Bahnen und Taxifahrten haben die Coronavirus-Impfkampagne für die 22.000 Bielefelder Senioren ab 80 Jahren weiter ausgebremst. Auch am Dienstag haben aufgrund der Schneeverhältnisse einige Senioren ihre Termine im Impfzentrum an der Stadthalle nicht wahrnehmen können.

Peter Bollig

Seit Montag werden im Bielefelder Impfzentrum Senioren ab 80 Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Thomas F. Starke

Immerhin: Montag und Dienstag kam die tägliche Impfstoff-Lieferung aufgrund der Verkehrslage zwar später als geplant. Aber nach Angaben der Stadt kam das Vakzin von Hersteller Biontech noch rechtzeitig an – am Dienstag 45 Minuten vor dem ersten Termin.

Einige Senioren dagegen hatten größere Schwierigkeiten und ließen die Impfung ausfallen: Am Montag ließen sich 109 statt der eigentlich eingeplanten knapp 179 Bielefelder erstmals gegen das Coronavirus impfen, am Dienstag erschienen 163 von 180 angemeldeten Senioren. Dafür wurden 50 „nachgeimpft“.

Einige Betroffene und ihre Angehörigen zeigen sich indes verunsichert, wie sie nach verpassten Terminen vorgehen sollen, zumal verschiedene Lösungen kursieren. So hat das NRW-Gesundheitsministerium zugesichert, dass Betroffene einfach am Folgetag zur gleichen Uhrzeit ins Impfzentrum gehen könnten.

Dr. Theodor Windhorst, Leiter des Bielefelder Impfzentrums in der Messehalle der Stadthalle, will sich daran auch halten. Die Stadt Bielefeld will auch „niemanden abweisen“, rät ihrerseits aber dringend dazu, sich bei verpassten Terminen unter der Rufnummer 0521/51-2000 zu melden.

„Wir halten das für den besseren Weg“, sagt Stadtsprecherin Gisela Bockermann. Die Nummer sei gut zu erreichen. Anrufer würden registriert, damit ein neuer Termin vereinbart werden könne – „zeitnah“, wie Bockermann betont.

Senioren müssten nicht befürchten, erst Wochen später geimpft zu werden. Es gehe eher um wenige Tage. Aber: Wer nicht zur Impfung komme und sich auch nicht melde, werde auch nicht kontaktiert, sagt die Stadtsprecherin.

Die Stadt Bielefeld will so die Terminlage besser beherrschen, vor allem weil der Biontech-Impfstoff nur wenige Tage – wenn er bereits zur Impfung vorbereitet ist sogar nur wenige Stunden – verwendbar ist. Auch Dr. Theodor Windhorst sieht die Gefahr, dass für Senioren, die einfach einen Tag später kommen, keine Impfdosis verfügbar sein könnte, wenn sie am Vortag aufgrund der kurzen Haltbarkeit anderweitig verimpft werden musste.

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