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Der Auftritt der Pianistin Alice Sara Ott im großen Saal der Bielefelder Oetkerhalle spaltet das Publikum

Videos überlagern den Musikgenuss

Bielefeld

Wer Alice Sara Ott bei ihrem letzten Auftritt im kleinen Saal der Oetkerhalle gehört hatte, konnte zu Recht auf eine Wiederbegegnung mit dieser Ausnahmekünstlerin gespannt sein. Auch das angekündigte Programm mit den 24 Préludes op. 28 von Fréderic Chopin und sieben Werken zeitgenössischer Komponisten, darunter eins von Sara Ott selbst, weckte große Erwartungen.

Von Armin Kansteiner

Alice Sara Ott gehört zu den angesagtesten Pianistinnen unserer Zeit. Foto: Pascal Albandopulus

Ob sie erfüllt wurden oder nicht, mag sowohl vom Alter als auch von den Vorkenntnissen der Zuhörer bestimmt gewesen sein, denn die Kompositionen wurden nicht nur von der Pianistin gespielt, sondern auch durch eine von dem Architekten Hakan Demirel entworfene digitale Videoinstallation „begleitet“. Ältere oder jüngere Zuhörer, die sich selbst einmal an einige der Préludes von Chopin herangewagt haben, werden von einer „Konfrontation“ sprechen wollen. Aber keiner wird bestreiten können, dass der akustische und wohl auch visuelle Teil des Konzertes von hoher Qualität waren. Allerdings muss der Schreiber dieser Zeilen eingestehen, dass er von Videoinstallationen nicht genug versteht, um mehr als nur einen subjektiven Eindruck zu formulieren.

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