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Großer Andrang in der Bielefelder City beim wohl letzten Einkaufssamstag vor dem Lockdown

Volle Innenstadt, aber kein Chaos

Bielefeld

Die Bielefelder Innenstadt ist voll. Angesichts des drohenden Lockdowns nutzen viele die Chance, noch die letzten Weihnachtseinkäufe in den Geschäften zu erledigen. Vor vielen Läden vor allem an der Bahnhofstraße bilden sich lange Schlagen. Das Ordnungsamt ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, chaotische Szenen wie vor wenige Wochen beim „Black Friday“ gibt es jedoch nicht.

Hendrik Uffmann

Mitarbeiter des Ordnungsamts patroullieren in der Fußgängerzone. Foto: Hendrik Uffmann

Klar zweigeteilt ist die Situation zwischen Alt- und Neustadt. Während es in der Niedern-, Obern- und Rathausstraße meist ziemlich entspannt zugeht und es sich dort in aller Ruhe bummeln lässt, ist in der Bahnhofstraße deutlich mehr los. „In der Altstadt ist auch die Disziplin anscheinend größer“, sagt ein Mitarbeiter des Ordnungsamts, der gegen Mittag in der Bahnhofstraße und der Stresemannstraße unterwegs war und am Nachmittag in die Niederstraße gewechselt ist.

Lange Warteschlangen

Jedoch auch dort muss er einige Einkäufer, die in der fast hundert Meter langen Schlange vor TK Maxx stehen, darauf hinweisen, ihren Maske richtig zu tragen und auch über die Nase zu ziehen. „Die meisten reagieren auf die Ansprache aber sehr freundlich und verständnisvoll“, so der Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Vor manchen Geschäften wie hier an der TK Maxx-Filiale bilden sich lange Warteschlangen. Foto: Hendrik Uffmann

Dass nicht alle Mund-Nase-Schutz tragen, stößt auch manchen sauer auf, die selbst zum Einkaufen unterwegs sind. „Vor allem in der Stresemannstraße habe ich gerade viele gesehen, die etwas essen und trinken und keine Maske tragen“, berichtet ein Passant dem Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Der setzt sich mit seinen Kollegen in diesem Teil der Innenstadt in Verbindung, gibt die Information weiter. „Tatsächlich gibt es immer wieder Leute, die etwas essen oder trinken. Aber bei den wenigsten ist dies medizinisch notwendig. Eine Frau hat uns jedoch nachgewiesen, dass sie Diabetes hat“, so der Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Großaufgebot des Ordnungsamtes

Aber auch die Mitarbeiter der Geschäfte und der Imbissstände achten auf ihr Kunden. An vielen Eingängen ertönt beinah im Sekundentakt die Aufforderung, den Laden nur mit einem Einkaufskorb zu betreten, und am Bratwurststand in der Obernstraße ermahnt der Grillmeister eine Kundin, ihre Wurst doch bitte nicht auf der Straße sondern einige Meter abseits zu genießen.

Warteschlangen bilden sich vor allem in der Neustadt. Vor den Filialen von H&M, Christ und Tschibo sowie vor den Eingängen zum Shopping-Center Loom stehen die meisten geduldig an, Manchem ist aber aber auch der anzumerken, dass er um Geduld ringen muss. Eineinhalb Meter Abstand zwischen den Wartenden gibt es längst nicht überall.

Zwischen den Passanten leuchten immer wieder die gelben Westen der Mitarbeiter des Ordnungsamts, die in Zweier- und Dreierteams unterwegs sind. Auch die Polizei ist in den Einkaufsstraße unterwegs.

Entspannt ist die Situation am Samstagnachmittag auf den Straße. Staus auf den Zufahrtstraße in die Innenstadt gibt es keine und auch vor den Einfahrten zu Parkhäusern sind Probleme Fehlanzeige.

Voll ist es vor allem in den Bahnhofstraße. Foto: Hendrik Uffmann
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