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Endstation Bielefeld

Von Hannover bis Freiburg ohne Bahnticket

Bielefeld

Das muss man erst mal versuchen. Ein Mann wollte von Hannover bis Freiburg mit der Bahn reisen - ohne Ticket. In Bielefeld endete der abenteuerliche Trip mit einem Einsatz der Bundespolizei.

Symbolfoto: Der Fahrgast ohne Ticket wollte durch ganz Deutschland reisen, weigerte sich beharrlich den Zug zu verlassen. Foto: Thomas F. Starke

Am Samstagmorgen (30. April) bat die Zugbegleiterin des ICE 656 das Bundespolizeirevier in Bielefeld um Hilfe. Ein Fahrgast ohne Fahrschein und Bargeld weigerte sich beharrlich seit Herford, den Zug zu verlassen.

In dem mittlerweile am Hauptbahnhof Bielefeld wartenden ICE trafen die Beamten auf einen 32-jährigen Mann. Dieser weigerte sich, nach wie vor den Zug verlassen. Nach eigenen Angaben wollte er von Hannover bis Freiburg fahren, jedoch ohne Ticket. Der Deutsche wurde von der Weiterfahrt ausgeschlossen und wurde seitens der Bundespolizisten aufgefordert, den Zug zu verlassen. Der Mann blieb jedoch stur sitzen und begann, die Einsatzkräfte zu beleidigen.

Unter Anwendung von körperlichen Zwang ist der Mann schließlich aus dem Zug geführt worden. Auch hier beleidigte er die Beamten mehrfach und sperrte sich während der Maßnahme.

Zur Feststellung der Identität ist der aus Borna stammende Mann auf die Wache gebracht worden. Auch hier endeten seine Beleidigungen nicht. Weiterhin klagte er über Schmerzen am Daumen, der angeforderte Rettungswagen konnte jedoch keine augenscheinliche Verletzung feststellen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen hat der wohnsitzlose Mann die Wache verlassen. Die mehrfachen Beleidigungen sind mittels Body-Cam dokumentiert worden.

Den polizeibekannten Mann erwarten nun Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Erschleichen von Leistungen, Beleidigung und Hausfriedensbruch. Weiterhin wurde festgestellt, dass er seitens der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben ist.

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