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Bielefelder Umweltbetrieb zu Kritik an Rodungen am Horstheider Weg

Vorab-Präsentation von Fällarbeiten vorstellbar

Bielefeld-Schilde...

Nach der massiven Kritik von Umweltschützern und den Fraktionen von SPD, Grünen und Linken in der Bezirksvertretung Schildesche an den Fällarbeiten in dem Wäldchen am Horstheider Weg ist laut städtischem Umweltbetrieb (UWB) denkbar, solche Arbeiten künftig im Vorfeld in der Bezirksvertretung vorzustellen. „Ich kann mir vorstellen, dass es möglich ist, solche Maßnahmen zu präsentieren, da sie ohnehin im Laufe eines Jahres gesammelt und aufgelistet werden, damit sie dann zwischen Oktober und Februar abgearbeitet werden können“, sagt UWB-Sprecherin Andrea Marten.

Hendrik Uffmann

Entlang des Horstheider Wegs hat der Umweltbetrieb einen breiten Streifen an Bäumen und Büschen beseitigt. Foto: Hendrik Uffmann

Wie berichtet, hatte der Umweltbetrieb entlang des Horstheider Wegs in der Näher der Kreuzung Westerfeldstraße auf einem städtischen Grundstück einen großen Teil des um einen Teich stehenden Wäldchens abgeholzt und dies mit der Verkehrssicherungspflicht begründet. Dass der gerodete Streifen vom Horstheider Weg so tief in das Gelände hineinreicht, erklärt Andrea Marten ebenfalls damit. „Auch Bäume aus der zweiten Reihe können umstürzen und in Richtung Gehweg und Straße fallen. Deshalb wird in einer Tiefe von zwei Baumlängen gearbeitet.“

Zuvor habe es jedoch eine Begutachtung der Bäume auf dem Areal gegeben. Dabei seien auch die so genannten Zukunftsbäume festgelegt worden, die stehen gelassen worden seien, weil sie keine Schäden hätten. Die kleineren Bäume, das so genannte Stangenholz, sei dabei allerdings nicht berücksichtigt worden. „Der Aufwand, diese schmalen Bäume auch noch alle zu prüfen, ist einfach zu hoch“, so Andrea Marten. Stattdessen seien die größeren Bäume freigestellt worden, damit sie sich besser entwickeln können. Die Fällarbeiten seien eine „ganz normale“ Maßnahme gewesen, wie sie an vielen Stellen durchgeführt werde. „Dass der Unterschied nun so groß ist, liegt vor allem daran, dass die Fläche Jahrzehnte lang brach gelegen hat.“

Dass sich solche Bereiche auch schnell wieder erholten und dort neue Vegetation entstünde, zeige sich auf der anderen Seite des Horstheider Wegs, wo vor nicht langer Zeit ähnliche Arbeiten ausgeführt worden seien und die nun schon wieder bewachsen sei.

Die jetzt gefällten Bäume würden ganz bewusst auf dem Grundstück liegen gelassen. Andrea Marten: „Diese Totholzhaufen sind gut für Insekten und bieten als Kleinsthabitate auch Lebensraum für andere Tiere.“

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