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2800 Fans kommen zu Niedeckens BAP in die Seidensticker-Halle-

»Was Ordentliches wählen«

Bielefeld (WB/HHS). Wolfgang Niedecken blickt auf 40 Jahre BAP zurück und damit auch auf 40 Jahre deutsche Rockgeschichte. Aus Niedeckens Feder stammen die Texte zu nicht mehr wegzudenkenden Hits (»Verdamp lang«), herrlich sentimentalen Liebesliedern (»Jraaduss«) und sozialkritischen Stücken mit Haltung (»Kristallnaach«).

BAP 2016: Wolfgang Niedecken (Zweiter von links) mit Werner Kopal (von rechts), Sönke Reich und Michael Nass. Foto: Sören Voss

Auch vor den 2800 begeisterten Fans in der Bielefelder Seidensticker-Halle nutzte Wolfgang Niedecken am Samstagabend die Gelegenheit, einmal mehr Stellung zu beziehen. Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen, aktuelle Umfragewerte für Populisten und die anstehenden Wahlen im kommenden Jahr, rief der 65-Jährige dazu auf, nicht nur wählen zu gehen, sondern auch »was Ordentliches« zu wählen: »Es gibt genug ordentliche Parteien.« Sagt’s und spielt »Absurdistan« vom aktuellen BAP-Album »Lebenslänglich«: »Viel zu lange haben wir akzeptiert, dass man Fakten einfach ignoriert.«

Niedecken, der seit zwölf Jahren Sonderbotschafter der Hilfsaktion »Gemeinsam für Afrika« ist, warnte davor, den Kontinent aus dem Blick zu verlieren, und warb um Unterstützung seiner Projekte.

Das mehr als dreistündige Konzert der legendären Band, von deren Gründungsmitgliedern nur noch der Chef selbst übrig geblieben ist, überzeugte in jedem Augenblick. Die abermalige Frischzellenkur mit neuen, spannenden Musikern wie Gitarrist Ulrich Rode oder Trommler Sönke Reich zahlt sich aus.

Mehr lesen Sie am Montag, 19. Dezember, im WESTFALEN-BLATT.

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