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3000 Haushalte erhalten härteres Trinkwasser

Wasserwerk 15 geht vom Netz

Bielefeld (WB/hu). Bislang hat es jährlich 195 000 Kubikmeter Trinkwasser geliefert, in dieser Woche wird das Wasserwerk 15 in Dornberg stillgelegt. Am Donnerstag nehmen die Stadtwerke die Anlage vom Netz.

Das Wasserwerk in Dornberg lieferte bislang jährlich 195 000 Kubikmeter Wasser. Foto: Volker Zeiger

Grund für diese Entscheidung ist, dass der Wasserverbrauch in Bielefeld stetig sinkt. 1981 förderte das Unternehmen 24 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr, 2013 waren es 17,5 Millionen. Verantwortlich dafür sind nach Angaben der Stadtwerke der demographische Wandel, aber auch die Weiterentwicklung wassersparender Technik etwa bei Wasch- und Spülmaschinen. So ging der Wasserverbrauch pro Kopf und Jahr von 184 Litern im Jahr 1981 auf 133 Liter 2013 zurück.

Hinzu kommt, dass das 1954 in Betrieb genommene Werk saniert werden müsste, was Investitionen von 300 000 Euro bedeutet hätte. Die Ende des Jahres auslaufenden Wasserrechte für das Werk, das aus drei Brunnen bislang Wasser aus gut 100 Meter Tiefe gefördert hat, hat das Versorgungsunternehmen deshalb nicht verlängert. Die Technik wie etwa die Filterkessel wollen die Stadtwerke künftig an anderer Stelle einsetzen. Insgesamt betreibt das Unternehmen nach der Schließung noch 15 Wasserwerke mit 151 Brunnen.

Für die Menschen in Dornberg und Kirchdornberg, die ihr Wasser bislang aus dem Werk 15 erhalten haben, bedeutet dies, dass bei ihnen künftig etwas härteres Wasser aus dem Hahn fließt. War es bislang vom Härtegrad »weich«, wird es künftig im Bereich »mittel« liegen. Die Stadtwerke empfehlen ihren Kunden deshalb, die Dosierung von Waschmittel anzupassen.

Aktualisierte Informationen über die Trinkwasserqualität in Bielefeld gibt es von heute an im Internet auf der Homepage der Stadtwerke.

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