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100 Haushalte in Bielefeld werden vom „Lebensmittelpunkt Brackwede“ versorgt

Wenn das Geld nicht mehr für Lebensmittel reicht: „Wurst gibt es so gut wie gar nicht“

Bielefeld

Nein, sie schämen sich nicht. „Aber es muss ja nicht jeder aus dem Bekanntenkreis wissen, wie knapp es bei uns ist, auch wegen meiner Jungs“, meint Helene. Die 62-Jährige geht einmal in der Woche zum Brackweder Lebensmittelpunkt und füllt ihren Trolley für ihre vierköpfige Familie mit Lebensmitteln. Auch Carsten (56) und Renate (75) kommen regelmäßig. Sie stehen für 100 Haushalte im Bielefelder Süden, die regelmäßig versorgt werden. Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erzählen sie von ihrem Alltag, in dem Zahlen eine besondere Rolle spielen.

Von Kerstin Sewöster

Immer freitags können Carsten, Renate und Helene sich und ihre Familien mit Lebensmitteln versorgen. Foto: Bernhard Pierel

Ich vergleiche immer die Preise und kaufe nur Angebote“, meint Renate: „1,59 Euro für einen Liter Milch oder 3,40 Euro für Butter – das geht gar nicht“, sagt sie. Auch Carsten hat die Preise im Kopf. „Wurst gibt es bei mir so gut wie gar nicht“, meint der Frührentner, der auf eine Gehhilfe angewiesen ist und die Grundsicherung in Höhe von 449 Euro bezieht. Nach Abzug aller Kosten bleiben noch 50 Euro pro Woche für Lebensmittel – und „auch mal ein kleines Geschenk für die Enkelin“.

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