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1000 Besucher lassen sich bei der zehnten Weihnachtsmatinee des Bunker Ulmenwall unterhalten

Wenn die Oetkerhalle zum Jazz-Tempel wird

Bielefeld (WB). »All you need is love« – welche Botschaft würde besser zu Weihnachten passen als die von den Beatles kreierte Mission, mit welcher die Stairway Singers die Besucher der Bunker Ulmenwall-Weihnachtsmatinee begrüßten und beschwingt auf ein kulturelles Fest einstimmten, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand.

Die Band »Tree of Life« aus Bielefeld steht für vielfältigen Reggae in Kombination mit Dancehall, Soul, Funk und Jazz. Reggaefreunde kommen beim druckvollen Sound und Auftritt des Ensembles im kleinen Saal der Oetkerhalle voll auf ihre Kosten. Foto: Thomas F. Starke

 Wenn die Oetkerhalle am zweiten Weihnachtstag in allen Winkeln swingt und vibriert, dann läuft wieder die beliebte Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Bunker Ulmenwall. Rund 1000 Besucher zog es in das altehrwürdige Konzerthaus, wo auf fünf Bühnen musiziert, gelesen, geslamt und jongliert wurde. Traditionell eröffnete die Big Band Bi-Bop der Musik- und Kunstschule unter der Leitung von Stephan Schulze die Weihnachtsmatinee im großen Saal mit Jazzklassikern und zeitgenössischer Pop-Musik, wobei die Soli von Posaune und Trompete vom Publikum mit Sonderbeifall bedacht wurden. Die beim Landeswettbewerb »Jugend jazzt« vielfach ausgezeichnete Band zeigte einmal mehr ein hohes Maß an Präzison und rhythmischem Swing.

 Mit Modern Jazz schloss sich das »Satoko Fujii Quintet« an, ein Projektensemble, das sich rund um die Namensgeberin gebildet hat. Die japanische Pianistin und Komponistin, die abwechselnd in Tokio und New York lebt, war eigens für die Weihnachtsmatinee erneut nach Bielefeld zurückgekehrt, wo sie vor einigen Wochen bereits mit dem Bunker Ulmenwall Orchestra ein umjubeltes Konzert gegeben hatte. Die Wiederholung dieses einmaligen Projekts bildete bei der Matinee den krönenden Abschluss.

»Tree of Live« bewegt

Doch davor gab es reichlich was auf die Ohren. Die Band »Tree of Live« etwa fuhr den Besuchern mit ihren tanzbaren Reggae-Beats in die Beine. Kaum jemand im proppevollen kleinen Saal, der ob des druckvollen, satten Sounds stillhalten konnte.

 Ruhiger ging es da schon im linken Foyer zu, wo der Singer/Songwriter Stefan Boes einfühlsame Songs darbot. Berührende Lyrik in deutscher Sprache und schöne Melodien verband hingegen die Band »Monodie«, um hier nur einige wenige Beispiele für das vielfältige Programm zu nennen.

Theater Sauresani für die Kleinen

Auch die Kleinsten kamen auf ihre Kosten, etwa als Jens Heuwinkel vom Theater Sauresani mit Slapstick und lustigen Geschichten die Herzen der Kinder eroberte.

 Der Erlös der beliebten Kulturveranstaltung an Weihnachten fließt erneut in den Etat des Bunker Ulmenwall. Damit sollen wegbrechende kommunale Fördergelder kompensiert werden, um die erfolgreiche Kultur- und Jugendarbeit des Bunkers fortsetzen zu können.

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