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Gesundheit, Wirtschaft, Klimaschutz: Krankenkasse veröffentlicht Ergebnisse einer Umfrage unter 400 Frauen und Männern

Westfalen mit Versorgung zufrieden

Bielefeld/Dortmun...

Die Mehrheit der Menschen in Westfalen-Lippe bewertet laut einer aktuellen Umfrage die Gesundheitsversorgung während der Hochphase der Corona-Pandemie positiv. 75 Prozent der Befragten gaben an, dass die wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung auch in Pandemiezeiten gut funktioniert habe, wie die Krankenkasse AOK Nordwest am Mittwoch erklärte.

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Die meisten Menschen in Westfalen-Lippe fühlen sich auch zu Pandemiezeiten gut versorgt. Foto: Britta Pedersen/dpa

80 Prozent hätten diesen Eindruck auch für die Notfallversorgung bestätigt. Für die repräsentative Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut forsa im November 400 Menschen aus Westfalen-Lippe befragt.

Bildung und Betreuung

Bei den wichtigsten Themen, um die sich die Bundesregierung am meisten kümmern sollte, kam demnach die Stärkung des Gesundheitssystems, der Gesundheitsberufe und -forschung bei den Befragten auf den dritten Rang (75 Prozent). Die beiden wichtigsten Themen waren für die Menschen in Westfalen-Lippe Investition in Schule, Bildung und Kinderbetreuung (84 Prozent) und die Forderung nach Klimaschutz und nachhaltigem Umbau der Wirtschaft (76 Prozent).

Versorgung auf dem Land ausbauen

Der großen Mehrheit (99 Prozent) der Befragten ist es der Umfrage zufolge sehr wichtig, dass die Versorgungsangebote für Pflegebedürftige unter Pandemiebedingungen aufrechterhalten werden. Der flächendeckende Ausbau von Gesundheitsversorgung vor allem in ländlichen Regionen sollte nach Meinung von 98 Prozent der Befragten künftig mehr Gewicht bekommen. 96 Prozent erwarteten eine gesteigerte Wertschätzung und mehr Anerkennung für Medizin- und Pflegepersonal.

Kritisch bewerteten hingegen 60 Prozent der Befragten, dass Krankenhäuser in der Hochphase der Pandemie nicht zwingend notwendige Operationen verschieben mussten. Rund 40 Prozent bezeichneten die Mehrfachbelastung für pflegende Angehörige während des ersten und zu Beginn des zweiten Lockdowns als problematisch.

Diagnose per Video

In der Corona-Krise hat die Akzeptanz von Videosprechstunden stark zugenommen. So könnten sich etwa zwei Drittel der Menschen in Westfalen-Lippe inzwischen vorstellen, sich in einer Videosprechstunde an einen Arzt zu wenden, hieß es. Im ersten Quartal hätten lediglich rund 3.100 AOK-Versicherte eine Videosprechstunde genutzt, im zweiten Quartal seien es bereits rund 17.040 gewesen, teilte die Krankenkasse mit.

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