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Gymnasium am Waldhof ist »Jugend präsentiert«-Schule

Wie sage ich es dem Zuhörer?

Bielefeld (HHS). Die Frage klingt im Grunde recht einfach: Fließt das Wasser im Abfluss immer rechts herum ab? Aber wie erklärt sie es ihren Zuhörern? Waldhof-Gymnasiastin Lisa Kiel hat’s vor großem Publikum ausprobiert. Und zwar so erfolgreich, dass ihre Schule jetzt als erste in Bielefeld in das Projekt »Jugend präsentiert« eingestiegen ist.

Waldhof-Gymnasiasten und -Lehrer beim »Jugend präsentiert«-Finale in Berlin: (hinten von links) Carolin Eschemann, Lisa Kiel, Vanessa Paschinski, Mai Ly Hettling, Hanna Yaici, Alexandra Rehnelt, Heike Lawrenz sowie (vorne von links) Jonas Claushallmann, Felix Hansmeier und Caro Brauneis. Foto:

Die Klaus-Tschira-Stiftung hat das Projekt bereits vor sieben Jahren aus der Taufe gehoben. Insbesondere in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern soll es die Schüler unterstützen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, komplexe Themen zu erfassen und schlüssig wiederzugeben. Caro Brauneis, Leiterin des Gymnasiums am Waldhof (GaW), will das Thema Präsentationskompetenz aber nicht nur auf die Schule und die MINT-Fächer beschränkt wissen: »Jeder kommt doch regelmäßig in Situationen, sich oder seine Idee adäquat vorzustellen, so dass man ernst genommen und gehört wird.«

Bundesweiter Wettbewerb

Das als bundesweiter Wettbewerb angelegte Projekt war den Schülern zunächst im Unterricht vorgestellt worden. Lisa Kiel erinnerte sich sofort an eine Folge der TV-Serie »Die Simpsons«, in der Hauptfigur Bart sich eine ähnliche Frage gestellt hatte. Sie drehte ein kurzes Video und schickte es ein. Im Laufe des Wettbewerbs entwickelte sie zwei Vorträge von maximal zehn Minuten Länge – einen klassischen mit Plakaten, Kärtchen und Globus, einen digitalen unter Zuhilfenahme eines Präsentationsprogramms. Das kam an. Unter etwa 1000 Teilnehmern ergatterte Lisa eine Top-20-Platzierung.

Nicht der einzige Erfolg für das Gymnasium am Waldhof. Beim großen Finale in einem Berliner Kino Mitte September erhielt die Schule ganz offiziell das »Jugend präsentiert«-Label. Das bedeutet, dass das GaW dran bleiben kann und dabei von der Stiftung unterstützt wird. Die drei zuständigen Lehrer, Alexandra Rehnelt, Heike Lawrenz und Michael Hochschulz, bieten ab sofort eine Arbeitsgemeinschaft im Zwei-Wochen-Rhythmus an und hoffen natürlich auf rege Beteiligung. Möglicherweise winkt wieder eine Fahrt zum Finale nach Berlin. Heike Lawrenz: »Die Teilnahme allein war schon ein tolles Erlebnis.«

Übrigens: Der Abflusswirbel dreht sich nicht immer in die gleiche Richtung. Angesichts der so genannten Corioliskraft, die dafür sorgt, dass Meeresströmungen stets in die gleiche Richtung drehen, könnte man zwar darauf kommen. Aber selbst ein Badewannenwirbel ist viel zu klein, um von der Erdrotation beeinflusst werden zu können.

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