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Zweckverband NWL ruft zur Online-Beteiligung an Nahverkehrsplanung auf

Wie soll der Zugfahrplan aussehen?

Bielefeld/Unna (WB). Wie soll der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in der Region künftig aussehen? Darüber soll laut dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) auch die Bevölkerung mitentscheiden können. Im Rahmen der Aufstellung des neuen Nahverkehrsplans ruft der NWL eigenen Angaben zufolge erstmalig zur Online-Beteiligung auf.

Jan Gruhn

Im kommenden Jahr soll der Nahverkehrsplan für Westfalen-Lippe (hier der Bielefelder Bahnhof) beschlossen werden. Foto: Oliver Schwabe

Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, können Interessierte noch bis zum 16. September auf der Webseite des Zweckverbandes Vorschläge und Ideen einbringen. Dabei soll es unter anderem um die Themen Qualität, Service und Sicherheit, Tarife oder das Fahrplanangebot gehen. »Die Vorschläge werden abhängig vom Thema an einen unserer Fachleute weitergegeben«, erklärt NWL-Sprecher Uli Beele. Im besten Fall sollen sie später Einzug in den neuen Nahverkehrsplan finden. Nach Auswertung der Eingaben soll der Entwurf des Plans nach NWL-Angaben aufgestellt und bis Mitte 2020 von der Verbandsversammlung beschlossen werden.

Frühe Form der Bevölkerungsbeteiligung ist neu

Der NWL ist als Aufgabenträger für den SPNV dafür verantwortlich, ein ausreichendes Verkehrsangebot sicherzustellen. Beim Nahverkehrsplan handelt es sich den Angaben zufolge um ein gesetzlich vorgesehenes Planungsinstrument, auf dessen Grundlage das mittelfristige Verkehrsangebot der nächsten Jahre entstehen soll. Weil diese frühe Form der Bevölkerungsbeteiligung noch neu sei, sei noch nicht abzusehen, wie viele Anregungen beim NWL eingehen, erklärt Beele. Im Einzugsgebiet es NWL leben nach Verbandsangaben etwa 5,57 Millionen Menschen. Grundsätzlich soll aber jeder Vorschlag zumindest gelesen werden, sagt Beele.

SPNV-Betrieb soll lokal emissionsfrei gewährleistet werden

Mit der Aufstellung des neuen Nahverkehrsplans verfolgt der Zweckverband eigenen Angaben zufolge das Leitbild der Verkehrswende. Das heißt zum Beispiel, dass das Nahverkehrssystem der Region ausgebaut und auf erneuerbare Energien umgestellt werden soll, wie der NWL schreibt. »Ziel ist es, einen lokal emissionsfreien SPNV-Betrieb zu gewährleisten und anstelle von Dieselfahrzeugen alternative Antriebe wie Akku- oder Wasserstoffantrieb einzusetzen«, wie es auf der NWL-Webseite heißt.

Aus Sicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn in OWL muss dringend in puncto Zuverlässigkeit nachgebessert werden. Daran hätten es zum Beispiel die Fahrzeuge der Eurobahn zuletzt missen lassen, sagt Regionalvorsitzender Willi Wächter. Außerdem fordert der Pro-Bahn-Sprecher, dass bei der Information der Fahrgäste am Bahnhof im Fall von Störungen oder Zugausfällen nachgearbeitet wird. Es müsse mehr zuverlässige Auskunftsmöglichkeiten darüber geben, auf welchen Zug Fahrgäste ausweichen könnten, sollte zum Beispiel die eigene Verbindung nicht mehr funktionieren.

Hier geht’s zur Aktion:

www.nwl-info.de/nahverkehrsplan

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