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Anwohner klagen in Bielefeld nicht nur am Kunsthallenpark über nächtlichen Lärm

Wilde Partys: Polizei im Dauereinsatz

Bielefeld (WB/hz). Wegen wilder Partys unter freiem Himmel mit nächtlicher Lärmbelästigung hat es am Wochenende zahlreiche Einsätze von Bielefelder Polizei und Ordnungsamt gegeben. Polizeisprecher Ronald Kuppe: „Die Ruhestörungen zogen sich quer durch Bielefeld. Die Nerven der Anwohner liegen blank.“

Der Lärm der nächtlichen Partys wie hier im Kunsthallenpark sorgt zunehmend für Ärger. Foto: Heinz Stelte

Der wegen Partylärm und Schlägereien bereits mehrfach geräumte Kunsthallenpark war in der Nacht zum Sonntag wieder ein Einsatzschwerpunkt für die Streifenwagenbesatzungen . „Die Nacht im Kunsthallenpark war für die Anwohner besonders beschwerlich. Es war sehr laut“, sagte der Sprecher. Doch sei der Park dieses Mal nicht geräumt worden.

Im Bereich der angrenzenden Kreuzstraße habe es gegen Mitternacht einen Raubüberfall auf einen Autofahrer gegeben, berichtete Hauptkommissar Kuppe. Zwei junge Tatverdächtige, darunter ein 16-Jähriger, seien gefasst und abgeführt worden.

Einen weiteren Überfall gab es Polizeiangaben zufolge an einem weiteren Dauer-Brennpunkt in der Innenstadt, dem Kesselbrink. Nach einem Brieftaschenraub gegen 4.45 Uhr am Sonntag am Restaurant „Grüner Würfel“ seien zwei Tatverdächtige gefasst und vorübergehend hinter Schloss und Riegel in Zellen verschwunden.

Wie der Polizeisprecher weiter sagte, würden in diesem Sommer im Prinzip an allen möglichen Orten in Bielefeld wilde Partys unter freiem Himmel gefeiert. Anwohnerbeschwerden über nächtliche Ruhestörungen, (Massen-)Schlägereien oder andere alkohol- und drogenbedingte Auswüchse gebe es nicht nur vom Kunsthallen-, Ravensberger- und Nordpark oder vom Kesselbrink. „Das sind die Auswirkungen der Corona-Krise, weil die Tanzclubs und Bars seit Monaten geschlossen sind.“

Für die Polizei sei es ein Katz- und Mausspiel, die Täter zu stellen. Hauptkommissar Kuppe: „Wenn die das erste Blaulicht am Horizont sehen, rennen die weg. Aber manchmal fassen wir sie doch.“

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