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Winterlust statt Winterfrust in Bielefeld

Wo es sich gut rodeln lässt

Bielefeld (WB).

Nach dem Winterfrust mit Schneebergen und „Nichts geht mehr“ im Verkehr kommt jetzt die Winterlust. Sonnenschein und knackige Minusgrade laden bis zum Wochenende ein zum Schneegenuss – auf der Rodelpiste zum Beispiel.

Michael Schläger und Arndt Wienböker

Ideal für die Kleinen: Auf dem Hügel am Abenteuerspielplatz an der Elbeallee in Sennestadt kann das Rodeln geübt werden – sehr zur Freude von Eric (1), Nico (5) und Mutter Valentina. Foto: Arndt Wienböker

War der gute alte Davos-Schlitten wegen der milden Winter der Vergangenheit auf dem Dachboden fast schon in Vergessenheit geraten, lohnt es sich jetzt, die Kufen zu wachsen. Und wo geht‘s in Bielefeld so richtig abwärts?

„Wir sind hier, weil der Berg so toll zum Rodeln ist“, freut sich Valentina, die mit ihren Söhnen Nico (5) und Eric (1) in Schloß Holte wohnt und einen Abstecher an die Elbeallee in Sennestadt gemacht hat. „Berg“ ist in diesem Fall etwas übertrieben, denn die Erhebung auf dem Abenteuerspielplatz an der Elbeallee ist eher ein Hügel – keine 100 Meter hoch. Vor allem bei Familien mit kleinen Kindern ist dieser Ort allerdings seit Jahren ein beliebter und viel frequentierter Treffpunkt.

Bielefelds Rodel-Hotspot ist der Bürgerpark. Foto: Sabine Schulze

„Hier kann nichts passieren, der Rodelhang ist perfekt für die Kleinen, und wir kommen auf jeden Fall wieder“, sagt Mutter Valentina, während die Kinder im Schnee herumtollen. „Das macht total viel Spaß. Der Schnee ist so toll“, schwärmt der fünfjährige Nico nach einer seiner Rodelfahrten. Und man ist mit dem Schlitten auch schnell wieder oben.

Weiter hoch, bis auf 266 Meter, geht es am Käseberg in Brackwede. „Wenn Schnee liegt, ist hier normalerweise total viel los“, berichtet Anwohnerin Christiane Brunn. Da der Schnee aktuell aber zu pulvrig und zu hoch ist, lässt der Rodelspaß am Käseberg noch auf sich warten. Außerdem gibt es kaum Parkmöglichkeiten, solange die Nebenstraßen nicht geräumt sind. „Spätestens am Wochenende geht hier aber bestimmt die Post ab“, prophezeit Brunn.

Es gibt in Bielefeld noch viel mehr Möglichkeiten, um in die Tiefe zu rauschen:

– Freie Bahn haben Rodelfreunde auch an der Donnerburg/Auf der Egge in Dornberg – ebenfalls ein „Rodel-Klassiker“.

– Am Zif, dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Uni an der Wertherstraße, gelangt man über die Nordic Walking Strecke zu einer schönen Rodelpiste. Jetzt der richtige Ort für „Schneeforscher“.

– Der kleine Hügel am Seekrug am Obersee ist ein ideales Übungsgelände für junge Rodler.

– Gemächlich zu Tale gleiten kann man auf der Vogelwiese an der Promenade oberhalb des Musikerviertels bei Brand‘s Busch.

– Nomen est omen. Vom Parkplatz „Eisgrund“ erreicht man an der Lämershagener Straße mitten im Teuto eine Wiese, die bei Schnee zum Rodel-Eldorado wird.

– Bielefelds Rodel-Hotspot schlechthin ist der Bürgerpark. Am vergangenen Schnee-Sonntag haben sich sogar Snowboarder und Alpin-Skifahrer unters Rodlervolk gemischt.

– Die Wiese bei den Hochlandrindern im Tierpark Olderdissen ist zurzeit nur über Umwege zu erreichen, etwa über die Straße Langenhagen. Der Tierpark ist aktuell geschlossen. Aber der Weg lohnt sich. Eine echte Genuss-Abfahrt.

– Die Schwedenschanze in Dornberg ist etwas für Kenner. Hier geht es hoch hinauf und mit ordentlich Schwung in die Tiefe. Die Tempo-Fahrt ist sicher nichts für die ganz Kleinen.

Auch auf der Rodelpiste sollte in der Coronazeit dabei immer der nötige Abstand eingehalten werden. Ist es irgendwo zu voll: Die Auswahl in der Stadt ist tatsächlich groß genug.

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