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Bielefeld: Fortbildung oder Umschulung für Corona-Alltagshelfer in Kitas

Wunsch Nr. 1: mehr 45-Stunden-Plätze

Bielefeld

Noch mehr 45-Stunden-Betreuungsplätze als bisher schon – das wünscht sich die Gesellschaft für Sozialarbeit (GfS), Trägerin von acht Kitas in Bielefeld. Nur ein Punkt auf der „Wunschliste“, die Andreas Bothe, dem zuständigen NRW-Staatssekretär, genannt wurde. Um aber noch mehr solcher 45-Stunden-Plätze anbieten zu können, fehle das Personal, betont Regine Weißenfeld, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt: „Um Personal zu gewinnen, müssen Finanzmittel verlässlich zur Verfügung stehen.“ Die Einrichtungen dürften sich nicht von Projekt zu Projekt hangeln müssen: „Nötig ist eine Festbetragsfinanzierung an Stelle vielfältiger Projektmittel.“

Von Burgit Hörttrich

Kitas in sozial benachteiligten Stadtvierteln besuchte am Freitag Staatssekretär Andreas Bothe (rechts). Im Kinderhaus Rabenhof informierte er sich mit Thomas Seidenberg, GfS-Aufsichtsratvorsitzender (links) und Regine Weißenfeld, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses unter anderem beim Leiter der Einrichtung, Holger Fredrich (2. von links). Foto: Burgit Hörttrich

Die zu bekommen zudem einen hohen bürokratischen Aufwand erfordere, ergänzt Thomas Seidenberg, Aufsichtsratvorsitzender der GfS. Das Geld sei, so Seidenberg, auf jeden Fall gut angelegt: „Die frühkindliche Bildung ermöglicht es, dass Mädchen und Jungen unabhängig von ihrer Herkunft ihren Weg gehen können.“ Er weist darauf hin, dass im Kinderhaus Rabenhof von 57 Kindern, die dort betreut werden, 55 einen Migrationshintergrund hätten. Seidenberg: „Dank der Sprachförderung in den Kitas sind die Ergebnisse ermutigend. Oft helfen die Kleinen ihren Eltern als Dolmetscher. Kitas sind auch Anlaufstellen für Erwachsene, wenn die Probleme haben.“ Das Land zahle für Kita-Sprachförderung 30.000 Euro pro Einrichtung und Jahr, das sei eine halbe Stelle, zudem befristet. Viele Kinder seien zwar in Deutschland geboren, sprächen aber kein Deutsch, wenn sie in die Kita kämen.

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