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In Bielefeld wird eine 110.000-Volt-Leitung verlegt

Stapenhorststraße: Zehn Monate Vollsperrung

Bielefeld

Die Stapenhorststraße wird von Januar bis Oktober 2023 in einem Teilabschnitt voll gesperrt. Grund dafür sind Arbeiten der Stadtwerke Bielefeld, die dort eine 110.000-Volt-Leitung verlegen. Start der Arbeiten ist schon im November.

In der Stapenhorststraße gilt von Januar an eine Sperrung für Autos und auch für Radfahrer. Foto: Hans-Werner Büscher

Die Leitung soll ab Ende 2023 das Umspannwerk Zwinger mit dem Umspannwerk der Universität verbinden und damit die kontinuierlich steigenden Anforderungen an das stabile, in Jahrzehnten gewachsene Netz sicherstellen.

Start im November

Im November starten die Stadtwerke im Auftrag der Bielefelder Netz GmbH in der Stapenhorststraße in den letzten Bauabschnitt dieses großen Energie-Infrastrukturprojekts. Im Bereich Zwinger konnten die Arbeiten bereits im November 2021 beendet werden. Seit Anfang Oktober laufen die Baumaßnahmen zwischen der Stapenhorststraße und dem Uni-Umspannwerk in der Kurt-Schumacher-Straße. Verlegt wurden hier die Leerrohre für das 110-kV-Kabel – die Arbeiten konnten im Juni 2022 abgeschlossen werden.

„Für den Bauabschnitt in der Stapenhorststraße sind nun alle Freigaben erteilt. Die Genehmigungsplanungen und auch die Verkehrsführung während der Bauphase sind finalisiert“, sagt Stefan Kronshage, Netzingenieur und Projektmanager im Bereich Netzbau der Stadtwerke Bielefeld.

Begonnen wird mit den Arbeiten im November im Bereich zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und der Bossestraße. Hier wird zunächst in einem 330 Meter langen Teilstück gearbeitet. Der Verkehr wird in dieser Zeit an der Baustelle vorbei geleitet.

Sperrung ab Januar

Voraussichtlich im Januar starten die Stadtwerke dann mit den anschließenden Bauabschnitten zwischen Bossestraße und Ostwestfalendamm.

Von Januar bis Oktober 2023 wird die Stapenhorststraße hierfür zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Ostwestfalendamm voll gesperrt. Während dieses Zeitraums ist gewährleistet, dass Rettungswege frei bleiben. Ebenfalls ist der Anlieger- und Lieferverkehr weiterhin möglich. Durchgangsverkehr ist während der Sperrung jedoch ausgeschlossen.

Weststraße befahrbar

Erreichbar bleibt für Rettungswagen als auch Besucher das Franziskus Hospital in der Kiskerstraße. Genau so ist die Weststraße während der gesamten Baumaßnahme für den Verkehr freigegeben.

„Neue Anforderungen beim Einrichten und Betrieb von Straßenbaustellen und damit einhergehende größere Baufelder machen diese Vollsperrung notwendig. Die Stadtwerke sind natürlich bemüht, die Einschränkungen für die Anlieger so gering wie möglich zu halten“, betont Stefan Kronshage.

110.000-Volt-Leitung

Ab November werden in einzelnen Bauabschnitten zunächst Leerrohre für das 110-kV-Kabel verlegt. Ab dem Herbst 2023 wird dann das Kabel in diese Rohre zwischen Umspannwerk Zwinger und Umspannwerk Universität eingebracht, so dass die Arbeiten voraussichtlich Ende 2023 abgeschlossen werden können.

Stefan Kronshage: „Wir wissen um die Einschränkungen, die während der Bauphase rund um die Stapenhorststraße bestehen. Aber das gesamte Projekt ist enorm wichtig, weil es die Versorgungssicherheit des globalen Bielefelder Stromnetzes in der höchsten Netzebene für viele Jahrzehnte gewährleistet. So eine 110-kV-Leitung bildet das Rückgrat der Energieinfrastruktur der Stadt.“

Umleitung für Radler

Während der Vollsperrung wird der Durchgangsverkehr über die Jöllenbecker Straße und die Voltmannstraße sowie über die Wertherstraße umgeleitet. Da der Baustellenbereich nicht mit dem Fahrrad passierbar sein wird, erfolgt die Umleitung des Radverkehrs über die Melanchthonstraße, Rolandstraße, Dorotheenstraße und Goldbach.

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