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Corona-Impfung: In drei Bielefelder Pflegeheimen geht es los – Einverständniserklärungen werden bereits eingeholt

Zum Start nur bis zu 400 Impfdosen

Bielefeld (WB)

In Bielefeld werden zum Start der Impfungen gegen Corona am 27. Dezember zunächst nur zwischen 340 und 400 Impfdosen zur Verfügung stehen. „Das wird sich in dieser Größenordnung bewegen, wobei da noch Dynamik drin ist“, sagte Bielefelds Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger auf Anfrage.

Michael Schläger

Am 27. Dezember beginnen die Corona-Schutzimpfungen auch in Bielefeld. Foto: dpa

Geimpft werden soll zuerst in Alten- und Pflegeheimen. „Wir haben entsprechende Priorisierungen vorgenommen“, so der Krisenstabsleiter. Es seien auch schon konkrete Einrichtungen angesprochen worden. Es werde jetzt auch anlaufen, von den Bewohnern entsprechende Einverständniserklärungen zu bekommen, damit alles vorbereitet sei und möglichst umgehend am 27. Dezember mit den Impfungen begonnen werden könne. Dies wird durch mobile Teams geschehen.

Stadtsprecherin Gisela Bockermann geht davon aus, dass zunächst in zwei oder drei Pflegeeinrichtungen geimpft werden kann. Dabei werde es darauf ankommen, dass in diesen Einrichtungen am 27. Dezember genügend Personal zur Verfügung stehe, der Ablauf der Impfung gesichert sei. In der Stadt gibt es mehr als 30 solcher Einrichtungen. Durchgeführt wird die Impfung von Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Das Land hatte den kreisfreien Städten und Landkreisen Ende vergangener Woche mitgeteilt, in welcher Größenordnung sie zu Beginn mit Impfstoff versorgt werden können. Danach entfallen auf Münster 329 Impfdosen, auf Köln rund 1000 und auf Düsseldorf 670. Insgesamt stehen 100.000 Dosen, verteilt auf zwei Chargen, zur Verfügung. Diese Zahl könne noch etwas geringer, aber auch höher ausfallen, hieß es von der Landesregierung. Bei der Angabe der Größenordnungen gehe es darum, den Kommunen Planungssicherheit zu geben.

Kriterium bei der Verteilung ist, wie hoch der Anteil der Menschen über 80 Jahre in einer Stadt oder einem Landkreis ist. Von den 340.000 Bielefelderinnen und Bielefeldern sind rund 23.700 älter als 80 Jahre. Das sind rund sieben Prozent der Einwohner. Die Altersgruppe „Ü 80“ gehört zusammen mit dem Pflegepersonal in die erste vom Bundesgesundheitsministerium festgelegten Impfkategorie.

Sichergestellt sein soll, dass die Menschen, die jetzt zu Beginn geimpft werden auch die nach drei Wochen notwendige Zweitimpfung erhalten, und zwar unabhängig von dem dann vorhandenen Impfstoff.

„Ich hoffe, dass wir auch sehr schnell die Menschen, die auf den Covid-Stationen der Kliniken arbeiten, Impfen können“, sagte Nürnberger. Das Impfzentrum in der Ausstellungshalle der Stadthalle wird in den ersten Tagen nach dem Impfstart aber nicht nicht für Impfungen zum Einsatz kommen.

Angeliefert wird der Impfstoff nach Bielefeld vom Logistikunternehmen Kühne & Nagel. Der Impfstoff wird zunächst an das zentrale Verteilzentrum des Landes Nordrhein-Westfalen geschickt, das sich aus Sicherheitsgründen an einem geheim gehaltenen Ort befindet. Dort wird der Impfstoff in kleinere Mengen umverpackt und in die 53 Impfzentren des Landes, darunter auch Bielefeld, gebracht. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer, der bei minus 70 Gard gelagert werden muss, soll dann vor Ort für die Verimpfung aufbereitet werden.

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