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Ausstellung im Bielefelder Naturkundemuseum über „Do it yourself“

Zwischen Mangel und Überfluss

Bielefeld

Socken aus Wollresten, ein Schaumlöffel aus Aluresten und dem Filtereinsatz einer Volks-Gasmaske oder ein Kinderkanu aus dem Abwurf-Tank eines Bombers: Die Not der Nachkriegsjahre machte erfinderisch. Aus allem, was irgendwie verwertet werden konnte, wurde etwas gemacht. „Do it yourself“ sagte damals niemand, aber man tat es. „Do it yourself“ ist auch der Titel der neuen Ausstellung im Naturkundemuseum Bielefeld.

Von Sabine Schulze

Verena Burhenne in der Ausstellung. Vorne rechts ein „Russentod“, bestehend aus Milchtopf, Kupferspirale, Antennenein- und -ausgang und Metallplatte mit Schraube. Mit dem Eigenbau konnten DDR-Bürger die Störungen der sowjetischen Militärsender neutralisieren und Westfernsehen empfangen Foto: Bernhard Pierel

Der Untertitel „Die neue Lust am Selbermachen“ allerdings verrät, dass es um mehr geht als den Mangel an finanziellen und materiellen Ressourcen: Erzählt wird in der Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe eine kleine Kulturgeschichte des Selbermachens der vergangenen 75 Jahre, sagt Verena Burhenne vom LWL-Museumsamt.

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