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Tödlicher Unfall in Leopoldshöhe

Bielefelder Rentner vor Gericht

Bielefeld/Lemgo

Die Schötmarsche Straße zwischen Leopoldshöhe und der Ostwestfalenstraße ist breit ausgebaut und schnurgerade. Und dennoch ist dort eine Tempobegrenzung auf 70 km/h. Auf dieser Straße endete im Juli vergangenen Jahres der Sonntagsausflug dreier Autofahrer denkbar tragisch. Ein 86 Jahre alter Mann starb bei einem Unfall – ein 83-Jähriger aus Bielefeld und ein 25-Jähriger aus Bad Salzuflen mussten sich als Verursacher jetzt vor dem Amtsgericht Lemgo verantworten.

Von Ulrich Pfaff

Zwei Autofahrer wurden zu Geldstrafen verurteilt. Foto: dpa

Die Straße an der Einmündung Alter Postweg glich an jenem Nachmittag einem Trümmerfeld: Drei Autos waren dort miteinander kollidiert, quer über die Fahrbahn geschleudert, Anbauteile der Karosserien waren etliche Meter weit verteilt, ein 3er-BMW lag im Graben. Der 83-jährige Bielefelder soll versucht haben, mit seinem Ford von der Seitenstraße auf die Schötmarsche Straße abzubiegen und dabei die Vorfahrt des 25-Jährigen missachtet haben – der jedoch nicht mit den vorgeschriebenen 70, sondern mit fast 100 km/h in Richtung Leopoldshöhe unterwegs war. Durch den Zusammenprall schleuderte der BMW des Bad Salzuflers in den Gegenverkehr und rammte dabei einen Kleinwagen. Dessen 86 Jahre alter Fahrer starb noch an der Unfallstelle, alle anderen Unfallbeteiligten sowie die 80-jährige Ehefrau des Bielefelders wurden verletzt.

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