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Weil er „Polenböller“ loswerden wollte: Gericht stuft Tat als Verbrechen ein – „Das ist pure Zerstörungslust gewesen“

Bielefelder sprengt Fahrkartenautomaten

Bielefeld

Was es rechtlich bedeutet, aus einer Laune heraus einen Fahrkartenautomaten der Verkehrsbetriebe Mobiel zu sprengen, ist einem Bielefelder (24) spätestens seit Freitag klar. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Jan-Christoph Mayer verurteilte den Mann wegen eines Verbrechens gleich zu neun Monaten Haft auf Bewährung.

Von Jens Heinze

Ein Bielefelder hat einen Fahrkartenautomaten in die Luft gesprengt – neun Monate Haft auf Bewährung. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Das ist eine ungewöhnlich hohe Strafe für einen Angeklagten, der, abgesehen von einer kleinen Geldbuße zu Jugendzeiten, bislang nicht weiter straffällig war. Er habe eine „Dummheit“ gemacht, weil er einen explosionsstarken „Polenböller“ loswerden wollte, den ihm ein Freund hinterlassen habe, gestand der Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens vor Gericht. „Da habe ich einfach den Böller an der Bahnhaltestelle in den Automaten rein getan.“

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