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Paderborner Organisation ruft für Partner vor Ort zu Spenden auf

Biohaus-Stiftung hilft nach Erdbeben in Haiti

Paderborn/Haiti

Das Erdbeben in Haiti hat auch die Stadt Aquin schwer getroffen. Dort ist die Organisation Haiti Project Education (HPE) beheimatet, mit der die Paderborner Biohaus-Stiftung für Umwelt und Gerechtigkeit seit zehn Jahren eng verbunden ist.

An vier Stellen in der Stadt Aquin hat HPE Notküchen organisiert. Dort werden Reis und Bohnen auf Holzfeuern gekocht und an Notleidende verteilt. Foto: Biohaus-Stiftung

Bereits kurze Zeit nach dem Erdbeben hätten sich die haitianischen Freunde per WhatsApp bei Stiftungsgründer Willi Ernst aus Paderborn gemeldet, wie Ernst jetzt mitteilte. Glücklicherweise sei niemand von HPE gestorben oder verletzt worden. Und die Gebäude hätten dem Erdbeben standgehalten, schreibt Ernst.

Fotos und Handyfilme, die Ernst geschickt wurden, zeigen das Ausmaß der Katastrophe. „80 Prozent der Häuser Aquins sind eingestürzt, vor allem die aus Stein und Beton gebauten. Es gibt hier zum Glück nicht viele zweistöckige Gebäude, so dass wir bisher erst zehn Tote beklagen müssen, darunter auch Kinder. Die Zahl der Verletzten können wir nicht überblicken, das Krankenhaus ist heillos überfüllt“, haben die Mitarbeiter von HPE an Ernst geschrieben.

Die mit Hilfe der Biohaus-Stiftung sowie Spendengeldern geschaffene Infrastruktur von HPE wird nun für Hilfe vor Ort genutzt: „Wir bringen mit unserem Pick-up Verletzte ins Krankenhaus. Alle Öfen in unserer Cassave-Bäckerei arbeiten auf Hochtouren, so dass wir die Bevölkerung mit Nahrung versorgen können“, erklärte Claudette Coulanges, die auch schon Paderborn besucht hat.

Auch beim zweiten Partner der Biohaus-Stiftung in Haiti, der Kinderhilfsorganisation „nos petits freres et soeurs“ in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince, war das Beben heftig zu spüren. „Aber zum Glück haben wir keine Gebäudeschäden und keine Toten und Verletzten“, berichtete Ferel Bruno in einem Telefonat mit Ernst. Ärzte und Krankenschwestern wurden von der Kinderhilforganisation in ein Krankenhaus in St. Louis du Sud zur Nothilfe geschickt. Zudem wurden materielle Hilfslieferungen auf den Weg gebracht.

Die Biohaus-Stiftung will die Hilfe nun ausbauen, da das Ausmaß der Katastrophe noch lange nicht absehbar sei. „Was technisch und organisatorisch von hier aus geht, machen wir. Vor allem muss viel Geld für die erste Nothilfe und den späteren Aufbau aufgetrieben werden“, sagt Ernst. Es gebe allerdings das Problem, das auch die Banken im Erdbebengebiet zerstört seien. „Wir versuchen jetzt, Geld über die deutsche Botschaft zu schicken.“

Die Biohaus-Stiftung unter dem Stichwort „Erdbebenhilfe Aquin“ auf das Konto mit der IBAN DE16 4306 0967 4092 8583 00 bei der GLS Gemeinschaftsbank zu Spenden auf.

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