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Polizei warnt vor möglichem Falschgeld auch im Warburger Land

„Blüten“ im Umlauf

Warburg/Kassel

Bei der Polizei im benachbarten Landkreis Kassel sind in den vergangenen Wochen vermehrt Anzeigen wegen falscher Geldscheine eingegangen. Die Blüten sind vor allem in der Kasseler Kernstadt aufgetaucht. Aus dem Warburger Land sind der Polizei bislang noch keine Fälle gemeldet worden. Sie bittet die Bürger aber wegen der räumlichen Nähe, aufmerksam zu sein.

Im benachbarten Landkreis Kassel sind falsche Geldscheine aufgetaucht (Symbolbild). Die Polizei bittet darum, aufmerksam zu sein. Foto: dpa

Bei den für Falschgelddelikte zuständigen Ermittlern des Kommissariats 23/24 der Kasseler Kripo sind seit Anfang Dezember rund 40 Fälle gemeldet worden, in denen Falschgeld zumeist in verschiedenen Geschäften und Restaurants entdeckt wurden. „Oftmals leider erst nach Annahme des Geldes, sodass die Geschäftsleute auf dem Schaden sitzen blieben“, berichtet Polizeisprecherin Ulrike Schaake. Überwiegend habe es sich um falsche 50-Euro-Scheine gehandelt. Es liegen aber auch Anzeigen wegen falscher 100er-, 20er-, 10er- und 5er-Scheinen vor.

Ein Großteil des Falschgeldes tauchte insbesondere in der Kasseler Innenstadt auf. In Geschäften und Restaurants, an Tankstellen und auf Wochenmärkten brachten Täter das Falschgeld in Umlauf.

Ermittlungen zu den Tätern dauern an

Einzelne gefälschte Scheine seien aber auch in Supermärkten oder Drogerien im angrenzenden Landkreis entdeckt worden. Zudem berichten die Kriminalbeamten, dass die „größeren“ Scheine, wie falsche 50er und 100er, überwiegend bei privaten An- und Verkäufen in der Region aufgefallen sind. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an.

Bei einem Teil der sichergestellten Blüten befindet sich auf dem Schein eine kleine Aufschrift, wie „movie money“, „copy“ oder „specimen“. Diese Aufschriften gibt es bei einem echten Geldschein natürlich nicht. Fälschungen ohne Aufschrift sind allerdings oft schwerer zu erkennen. „In diesen Fällen lässt sich die Echtheit von Banknoten mit dem sogenannten Kippeffekt zuverlässig überprüfen. Beim Kippen eines echten Scheins wandert ein Lichtbalken in der Wertzahl auf- und abwärts und die Farbe der Wertzahl wechselt“, beschreibt Ulrike Schaake. Dieser Lichtbalken und der Farbwechsel fehlen in der Regel bei gefälschten Banknoten völlig.

„Blüten“ nicht weitergeben

Wer Falschgeld angeboten bekommt, sollte sich ruhig verhalten, die Annahme verweigern, sich allerdings das Erscheinungsbild des Täters, sein genutztes Auto oder des Kennzeichen merken. Erkanntes Falschgeld soll keinesfalls wieder ausgegeben werden. „Man macht sich damit strafbar“, klärt Polizeisprecherin Ulrike Schaake auf.

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