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Mord-Prozess Sennelager: Gerichtsmediziner erläutert Untersuchung an Kleidung des Angeklagten

„Blutspuren sprechen deutliche Sprache“

Paderborn

Rechtsmediziner sind nüchterne Menschen: Tote Körper geben ihnen ebenso Aufschluss über Dinge, die geschehen sind, wie trockene Blutspuren auf Kleidungsstücken – man muss nur in ihnen zu lesen wissen. Jetzt erläuterte ein solcher Fachmann in ebenso nüchternen Worten dem Paderborner Schwurgericht, welche Schlüsse sich aus Blutspritzern an Jacke, Hose und T-Shirt des Angeklagten ziehen lassen, der im November 2020 in Sennelager seine Frau getötet haben soll.

Von Ulrich Pfaff

Das Land- und Amtsgericht Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet, soll der 30-Jährige seine zehn Jahre jüngere Ehefrau aus Eifersucht mit mehr als 30 Messerstichen getötet haben. Er selbst streitet die Tat ab: Verwandte hätten ihn betäubt und die Bluttat in dem weißen VW Golf begangen, während er ohnmächtig auf dem Fahrersitz und die drei kleinen Kinder im Fond saßen. Diese Version hält er bereits seit April aufrecht, auch wenn die bisherige Beweisaufnahme den Schluss zulässt, dass es so kaum gewesen sein kann.

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