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Fördermittel ermöglichen Sanierung des feuchten Mauerwerks der Lübbecker Andreaskirche

Bundespolitiker besuchen Kirche

Lübbecke

Zuletzt hat es diverse Förderzusagen von Bund und Land für Bauten und Projekte im Mühlenkreis gegeben. Aber dass Förderanträge bewilligt werden, ist kein Selbstläufer, sondern häufig auf politisches Engagement heimischer Abgeordneter zurückzuführen.

Machen sich vor Ort ein Bild von der Dringlichkeit der anstehenden Sanierung: die SPD-Bundestagsabgeordneten Achim Post (links) und Dennis Rohde (rechts) mit Baukirchmeister Eyke Blöbaum und Pfarrer Eberhard Helling. Foto: Friederike Niemeyer

So auch bei der Sanierung der St.-Andreas-Kirche in Lübbecke.

263.000 Euro schießt der Bund zu der Maßnahme dazu, deren Kosten Eyke Blöbaum auf etwa 520.000 Euro beziffert. Der Baukirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde Lübbecke will am liebsten noch in diesem Jahr das Mauerwerk trockenlegen: durch eine Drainage und eine Dämmschicht an der Südseite, die das Grundwasser vom mittelalterlichen Bauwerk fernhalten soll. Alles sei für dieses Projekt organisiert, sagt Blöbaum. „Wir sind im Stand bye.“ Es fehle nur noch der Brief aus Berlin mit der offiziellen Förderzusage.

Haushaltspolitiker will sich informieren

Das ersehnte Schriftstück hatte SPD-Bundestagsabgeordneter Achim Post bei seinem Besuch an der Kirche zwar nicht dabei, dafür aber mit Dennis Rohde den haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion. Er wollte sich vor Ort ansehen, wofür die bewilligten Gelder eingesetzt werden. Es sei politisch ein hartes Ringen gewesen, welche Projekte finanziert werden, berichtete Rohde, der aus Oldenburg stammt, vom Abschluss der Haushaltsberatungen im Bundestag: „Gerade das Denkmalschutz-Programm war zig-fach überzeichnet.“ Die Diskussion um alle Haushaltsposten sei bis tief in die Nacht gegangen.

Spenden weiter erwünscht

Wesentlich für die Bewilligung sei gewesen, dass es eine frühzeitige Verständigung über die Förderinhalte und den Antrag gegeben habe, erläuterte Achim Post. So habe das Parlament seine Arbeit machen können. Post: „Jetzt ist die Regierung dran, den Bescheid zu schicken.“ Kollege Dennis Rohde machte den Lübbeckern Hoffnung, dass dies nicht allzulange dauern werde.

Die Kirchengemeinde plant übrigens schon weiter und freut sich über Spenden. Auch der Innenraum soll von den Spuren der Feuchtigkeit befreit und umgestaltet werden: Kostenpunkt 2,5 Millionen Euro.

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