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Hilfsgüter an der Grenze eingetroffen – Verein soll gegründet werden

Bürener spenden in kürzester Zeit 10.000 Euro für ukrainische Flüchtlinge

Büren

Mit mehr als 20 Tonnen Hilfsgütern an Bord ist ein Lastwagen der Spedition Kottmann aus Büren am Freitagvormittag an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Die Bürener Andreas Vogt, Tom Becker und Uwe Gläsken haben eine private Hilfsaktion ins Leben gerufen, um den Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Polen fliehen, zu helfen.

Am Donnerstag hatten die Bürener Andreas Vogt (rechts) und Uwe Gläsken die Hilfsgüter auf den Weg gebracht. Am Freitag kamen sie bereits an der polnisch-ukrainischen Grenze an. Foto: Johannes Büttner

Auch die Organisation und die Durchführung der Hilfsaktion haben sie übernommen.

Die Bilder des schrecklichen Krieges vor Augen hatte Andreas Vogt, der auch als Schützenvogelbauer bekannt ist, am Dienstag den Entschluss gefasst, eine private Hilfsaktion für die Flüchtlinge aus der Ukraine ins Leben zu rufen. „Ich habe berufliche Kontakte zu Unternehmen in Polen. Einige dieser Firmen befinden sich an der Grenze zu der Ukraine und sie erleben täglich, was dringend an Hilfe gebraucht wird, sagte Vogt. Zudem sei es über diese persönlichen Kontakte sicher, dass die Hilfsgüter auch dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.

Schon kurze Zeit nachdem Andreas Vogt eine eigens für den Spendenaufruf erstellte Webseite „Spende-Ukraine.de“ veröffentlicht hatte, setzte eine von ihm nie erwartete Hilfswelle ein. „Das ging Schlag auf Schlag, egal ob Firmen oder Privatpersonen, alle wollen helfen“, so Vogt. Gemeinsam mit Uwe Gläsken, Geschäftsführer der Bürener Spedition Kottmann, wurde dann die Logistik geplant. Die Spedition stellte nicht nur Lagerräume und Verpackungsmaterial zur Verfügung, sondern auch Mitarbeiter und einen 24-Tonner Track samt Fahrer.

„Es war einfach unglaublich, was da an Hilfsgütern eintraf“, sagte Gläske. Unter anderem hätten Unternehmen 15.000 Fertigterrinen, Babynahrung und Babyartikel gespendet. Hinzu kämen viele Privatspenden; angefangen von Decken bis hin zu Kleidern.

Insgesamt, so Andreas Vogt, seien Sachspenden im Wert von rund 35.000 Euro eingegangen. Hinzu kämen 10.000 Euro an Barspenden. Und das Helfen soll kein Ende haben. „Wir werden einen Verein gründen (Spende-Ukraine.de) und weiter helfen“, versichert Vogt.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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