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Dorfversammlung im Gestringer Hof – Kindergarten und Feuerwehrhaus sind in die Jahre gekommen

Bürger sehen Handlungsbedarf

Gestringen

In Gestringen soll gebaut werden. Zwei Bauvorhaben sollen möglichst schnell angegangen werden. „Es besteht Handlungsbedarf beim Neubau eines Kindergartens“, sagt Christian Albrecht, Leiter der Johanniter- Kindertagesstätte Rasselbande mit seinen 41 Jungen und Mädchen.

Von Andreas Kokemoor

Bernd Wlotkowski (links) überreicht einen Präsentkorb an Thorsten Blauert, der zehn Jahre lang die Bereiche Stadtentwicklung, Bauen und Stadtmarketing in Gestringen verantwortlich begleitet hat. Foto: Andreas Kokemoor

Bei der Dorfversammlung im Gestringer Hof, einer seit Jahren liebgewonnenen Veranstaltung, wird traditionell über aktuelle Entwicklungen, Neuigkeiten, aber auch über alte Baustellen und Stillstände gesprochen. Dieses Mal gehörte der Kindergarten zu den Hauptthemen.

Bürgermeister Dr. Henning Vieker und Thorsten Blauert, Fachbereichsleitung Stadtentwicklung, konnten keinen Zeitplan mitteilen, wann die Bagger und Maurer kommen, um direkt neben dem in die Jahre gekommenen Haus etwas Neues auf der momentan als Spielplatz genutzten Fläche zu bauen.

„Bauliche Mängel erfordern perspektivisch einen Neubau. Erst Neubau, dann Abriss.“ An diese Worte erinnerte Albrecht. Es müsse noch geklärt werden, ob die Stadt selber bauen möchte oder ob ein Investor diese Arbeiten übernehmen solle, um das Gebäude dann an den Träger zu vermieten. In diesem Zusammenhang müssten auch die Fördermöglichkeiten geprüft werden, erklärten die beiden Vertreter aus dem Rathaus den etwa 20 interessierten Bürgern die Verzögerungen.

Stephan Dresing

„Es besteht auch Handlungsbedarf beim Neubau eines Feuerwehrhauses“, sagte Stephan Dresing, Löschgruppenführer in Gestringen. „Unsere Feuerwehrfrauen benötigen endlich eigene Umkleideräume und sanitäre Anlagen“, sagte er. Zudem müsse die Löschgruppe, die unter anderem auch für die Wasserrettung verantwortlich ist, größere und zeitgemäße Räume haben. „Einen Standort haben wir im Kreuzungsbereich Gestringer Straße und Heuerhofstraße gefunden“, erläuterte Vieker. Der Bürgermeister nahm mit, dass beide Bauvorhaben den Bürgern so wichtig sind, dass Verwaltung und Politik, um zeitnah Ergebnisse präsentieren zu können, schneller werden sollen.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Gestringen, Bernd Wlotkowski, bot aber auch einen Grund für Zuversicht auf eine baldige Lösung einer ganz anderen Fragestellung abseits von Politik und Verwaltung. Er hatte gute Nachrichten für das Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Gestringen. Lange Zeit standen ein Verkauf oder die Aufgabe des Hauses an der Trinitatis-Kirche im Raum. „Dem Förderverein zum Erhalt des Gemeindezentrums liegt ein Kaufvertrag vor“, erklärte Wlotkowski. Die Summe für den Kauf von Landeskirche und Kirchenkreis liege im mittleren sechsstelligen Bereich, teilte Wlotkowski mit. Kirsten Beste vom Presbyterium erläuterte, dass es keine weiteren Interessenten gebe. Gerade dies bereitete den Gestringern lange Zeit Sorgen. Derzeit würden noch die Gemeinnützigkeit des Fördervereins, ob und wie der Verein Gottesdienste, kirchliche Veranstaltungen, Gemeindeleben und Jugendarbeit ausführen darf, geprüft.

Bernd Wlotkowski entschuldigte Uwe Lomberg, den Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt des Gemeindezentrums, an diesem Abend. Als Ortsheimatpfleger sei Lomberg zeitgleich bei einer Veranstaltung der Kreisheimatpflege. Wlotkowski hob hervor, dass sich die Dorfgemeinschaft von Anfang an für den Erhalt des Gemeindezentrums eingesetzt habe.

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