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Der Sozialverband ermutigt dazu, Kuren in Anspruch zu nehmen.

Caritas Paderborn: Pflegende Angehörige mehr unterstützen

Paderborn

Die Caritas mahnt für die Arbeit pflegender Angehöriger mehr Anerkennung und Unterstützung an. Viele Angehörige seien stark belastet, sie seien für ihre Familienangehörigen im Dauereinsatz und hätten kaum Zeit für sich, erklärte der Caritasverband des Erzbistums Paderborn anlässlich des „Europäischen Tages der pflegenden Angehörigen“ am Mittwoch, 6. Oktober.

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Eine Frau hält die Hände einer älteren Frau (Symbolbild). Foto: Z1008 Jens Kalaene

Der Sozialverband ermutigte pflegende Angehörige, Kuren in Anspruch zu nehmen. Bei einer Kur stünden pflegende Angehörige im Mittelpunkt und könnten neue Kraft für den Pflegealltag tanken, hieß es.

Der Caritasverband engagiere sich mit der „AW Kur und Erholungs GmbH“ in dem Projekt „Kurberatung für pflegende Angehörige“ und habe mehr als 110 Kurberater in Nordrhein-Westfalen geschult, um pflegende Angehörige bei der Antragsstellung zu beraten. Die Beratung unterstütze Betroffene individuell und kostenlos. Die Berater helfen den Angaben zufolge beim Ausfüllen der Formulare, bei der Suche nach der passenden Klinik und auch nach Versorgungsmöglichkeiten für den Pflegebedürftigen während der Zeit der Kur.

Viele Angehörige stünden vor der Herausforderung Pflege, Beruf und Familie zu vereinbaren, erklärte, Verena Ising-Volmer, die das NRW-weite Projekt „Kuren für pflegende Angehörige“ leitet. Die Belastung pflegender Angehöriger könne so weit gehen, dass sie selbst erkrankten und der hohen psychischen, physischen und sozialen Belastung nicht mehr gewachsen seien.

Seit 2012 zählten Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für pflegende Angehörige zur gesetzlichen Leistung der Krankenkassen, erklärte der Caritasverband im Erzbistum Paderborn. In Nordrhein-West­falen werden laut Caritas fast 800.000 Pflegebedürftige von ihren Angehörigen zuhause versorgt.

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