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Die Gräflichen Kliniken zollen der wichtigen Rolle der Pflege im Gesundheitssystem Respekt

Chefs aus Bad Driburg werden „Praktikanten“

Bad Driburg

Zum jährlich veranstalteten Internationalen Tag der Pflege gehen die Bad Driburger Chefs der Gräflichen Kliniken in die Abteilungen und erleben den Alltag dort als „Praktikanten“ eine ganze Schicht lang hautnah mit. Ähnliche Aktionen sind in weiteren Berufsgruppen im Verlauf des Jahres geplant.

Der Geschäftsführer der drei Bad Driburger Kliniken, Marko links) Stephanie Hüttig, Sabine Möwis, Marian Suska, Bernadette ThebilleNickel, Martina Willeke, Kerstin Gallmann und Andrea Giefers. Foto: Gräfliche Kliniken

Schon im Eingangsbereich der Caspar-Heinrich-Klinik, der Marcus-Klinik, der Moritz-Klinik und der Park-Klinik waren Banner aufgestellt mit der Aufschrift: „Danke für Ihren täglichen Einsatz“.

Der Internationale Tag der Pflege wurde von den Gräflichen Kliniken dazu genutzt, um sich für den Einsatz der Pflegekräfte, insbesondere unter den erschwerten Corona-Bedingungen, zu bedanken.

Dafür taten in Bad Driburg Marko Schwartz (Geschäftsführer CEO) in der Park-Klinik, Georg Gerstenkamp (Leitung Belegungsmanagement CYO) in der Marcus- Klinik und Marcus Quintus (Kaufmännischer Leiter COO) in der Caspar-Heinrich- Klinik alles das, was für die Pflegekräfte in der Frühschicht ansteht. Das reichte von grundpflegerischen Tätigkeiten, der Mobilisation und Transfer von Patienten, Pflegedokumentation bis hin zum Eßtraining von Patienten.

300 Mitarbeiter in der Pflege

Für die insgesamt rund 300 Mitarbeitenden in der Pflege in den vier Gräflichen Kliniken gab es zum Internationalen Tag der Pflege außerdem ein „Gönn Dir eine kleine Auszeit“-Paket mit guten und gesunden Kleinigkeiten für eine bewusste Pause. „Wir wollen Gedenktage wie den Tag der Pflege in Zukunft dafür nutzen, sie als Praktikumstage der Chiefs in der jeweiligen Disziplin zu etablieren“, sagte der Bad Driburger Geschäftsführer Schwartz. Die Mitarbeit solle nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung sein, sondern auch die Herausforderungen in Berufsgruppen wie der Pflege in Erinnerung bringen.

Marcus Quintus, Kaufmännischer Leiter der drei Klinken in Bad Driburg, begleitete das Pflege-Team aus der Caspar-Heinrich-Klinik am Internationalen Tag der Pflege, der jährlich am 12. Mai stattfindet. Von links nach rechts: Galina Lehmann, Anja Egeling, Kristina Sommer, Marcus Quintus, Tanja Tiller, Lioba Ritter, Andrea Ewers Foto: Gräfliche Kliniken

Unverändert liegen die Schätzungen wie die des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln bei mehr als 300.000 Pflegekräften, die bis 2035 allein in der stationären Versorgung fehlen werden.

Fachkräftemangel auch in der Pflege

Das spüren auch die Gräflichen Kliniken Bad Driburg. Marko Schwartz zeigt sich kämpferisch: „Wir setzen dieses Jahr zwei Lohnerhöhungen in der Pflege um.“ Außerdem müsse man wie alle anderen auch verstärkt auf die Unterstützung aus dem Ausland setzen. Doch auch in der Region könnte es Potenzial geben. „Gerade in der Pandemie haben Pflegekräfte ihren Beruf verlassen, weil der konstante Druck im Job irgendwann einfach zu viel wird. Wer dennoch seinen Beruf liebt, dem können wir als Rehabilitationseinrichtung ein ähnliches Aufgabenfeld wie in der Akutpflege bieten, aber ohne diesen immensen konstanten Druck bei mehr Lebensqualität.“

Eigenständiges pflegerisches Wissen

Der Internationale Tag der der Pflege wird weltweit jedes Jahr am 12. Mai begangen, dem Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale. Sie gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege. 1820 geboren, vertrat sie die Ansicht, dass es neben dem ärztlichen Wissen ein eigenständiges pflegerisches Wissen geben sollte, und vertrat dies auch in ihren Schriften zur Krankenpflege, die als Gründungsschriften der Pflegetheorie gelten. Unter anderem beschäftigte sie sich darin mit den Auswirkungen der Umgebung auf die Gesundheit. Ihr als Nightingalesches System bezeichnetes Ausbildungsmodell sah eine Ausbildung von Berufsanfängern vor allem durch erfahrene Pflegekräfte vor“ (Quelle: Wikipedia). Seit 1967 ist der Tag auch in Deutschland ein Aktionstag – früher auch als „Tag der Krankenschwestern“ bekannt.

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