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Benefiz 2021 einmal ohne Konzert - Living Voices probt wieder und startet ab dem 3. August in die zweite Jahreshälfte

Chor unterstützt Familie in Tansania

Höxter

Wenige Tage nach der Ernennung Corveys zur UNESCO-Welterbestätte im Juni 2014 hat der Höxteraner Pop- und Gospelchor Living Voices in der Abteikirche ein Benefizkonzert veranstaltet und dies in den Jahren 2015 bis 2019 am jeweils letzten Sonntag im Juni fortgeführt.

Frederick Mutahangarwa in der Bildmitte bei einem Workshop der Living Voices 2019. Mit Charisma und ansteckender Fröhlichkeit hat er den Chor begeistert. Umso größer war das Erstaunen, als er nach der Probe anmerkte, dass er einen gebrochenen Finger hatte, was ihn aber nicht davon abhielt, Trommel zu spielen Foto: Living Voices

Dabei wurden kirchennahe Projekte, wie beispielsweise die Restaurierung der historischen Orgel, unterstützt. Diese Tradition musste durch die Corona-Pandemie 2020/21 unterbrochen werden. In diesem Jahr hat sich dadurch die Gelegenheit einer etwas anders gearteten Unterstützung ergeben.

Nach langer Zwangspause seit Anfang Oktober vergangenen Jahres hat der Chor den Probenbetrieb open-air im Klostergarten Brenkhausen Anfang Juni wieder aufgenommen. Etwa zur gleichen Zeit erreichte den Chorleiter Johannes Lücking ein Hilferuf aus Tansania. Seit dem Workshop im Frühjahr 2019 besteht ein loser, aber regelmäßiger Austausch zwischen Frederick Mutahangarwa aus Tansania und den Living Voices. Alle bisherigen Nachrichten waren positiv, die letzte ­E-Mail allerdings besorgniserregend. Sie ließ erkennen, dass die momentane Lage in Tansania sehr schwierig ist, „we are in a terrible life“ (unser Leben ist zurzeit schrecklich).

Hauptursache für die Notlage ist nicht Corona, sondern eine Lebensmittelknappheit vor der diesjährigen Ernte, die zu extrem hohen Preisen für Nahrungsmittel geführt hat. Daher hat sich der Chor entschlossen, Frederick und seiner siebenköpfige Familie schnell eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, die durch eine Spende jedes aktiven Chormitglieds einen namhaften Betrag ergeben hat.

Beihilfe eingetroffen

„Die Beihilfe ist inzwischen dort eingetroffen und wurde mit großem Dank bestätigt“, freut sich Chorsprecher Werner Humann, der zu dieser spontanen Solidaritätsbekundung einen Aufruf gestartet hatte. Neben den Chormitgliedern haben sich auch einige Freunde und Bekannte der Sammlung angeschlossen. Wer dies noch tun möchte, nimmt einfach Kontakt auf zu Chormanager Rainer Löhr, Telefonnummer 05271 920103, Mail rainer.loehr@gmx.net.

Zur letzten Probe vor den verkürzten Sommerferien trafen sich die Sängerinnen und Sänger noch einmal am vergangenen Dienstag – mit einem gemütlichen Teil im Anschluss. Nach nur vier Wochen startet der Chor dann am 3. August in die zweite Jahreshälfte, zu der viele Chormitglieder, die corona-bedingt bislang ausgesetzt haben, ihr (Wieder)Kommen zugesagt haben, so dass bald wieder mit einer Sollstärke von etwa 75 Chormitgliedern geprobt werden kann. Damit hat der Chor die Zwangspause ohne nennenswerte Abgänge gut überstanden.

Song für die LGS

Die gesangliche Ausrichtung ist dann ganz auf das Projekt „Ein Song für die LGS“ gerichtet, das nun endlich in Angriff genommen werden kann, nachdem die Abgabefrist seitens der Ausrichter verlängert worden ist. „Chorleiter Johannes Lücking hat dazu einiges vorbereitet, auf das wir alle sehr gespannt sind“, ist Chorsprecher Werner Humann von einem erfolgversprechenden Beitrag überzeugt.

Weitere Informationen zu Living Voices aktuell auch unter: www.living-voices.jimdo.com

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