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Kameradschaft Ostenland hat zum 100-jährigen Bestehen 280 Seiten starkes Buch herausgegeben

Chronik zeichnet Geschichte nach

Delbrück-Ostenland

Vor zwei Jahren feierte die Kameradschaft Ostenland ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums hatte sich ein Kreis zusammengefunden, um die Geschichte der Kameradschaft für eine Chronik nachzuzeichnen. Auch die Feierlichkeiten zum runden Jubiläum waren für die Chronik geplant, so dass das umfangreiche Werk im Frühjahr 2020 in einer Auflage von 200 Exemplaren vorlag. „Doch dann machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung“, sagt der Vorsitzende Johannes Bentler.

Haben die 100-jährige Geschichte der Kameradschaft Ostenland in einem 280 Seiten starken Buch mit vielen Fotos zusammengefasst (von links): Ehrenvorstandsmitglied Hubert Brunnert, Chronist Helmut Dorenkamp, der Ehrenvorsitzende Ulrich Renger, Schriftführer Christian Hollenhorst, der erste Vorsitzende Johannes Bentler und der zweite Vorsitzende Norbert Stüker. Foto: Axel Langer

Federführend zeichneten Chronist Helmut Dorenkamp, Hubert Brunnert, und Ulrich Renger die 100 Jahre Kameradschaft durch die historischen Epochen – vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum demokratischen Deutschland – nach. Das Buch betrachtet die verschiedenen Epochen in historischen Blöcken.

„Wir sind sogar noch im Besitz der Gründungsprotokolle, die Elisabeth Merschmann dankenswerterweise aus dem Sütterlin übertragen hat. Man kann nun beispielsweise nachlesen, dass es in der Kameradschaft in den ersten Jahren sehr strenge Regeln sogar mit Strafzahlungen gab“, sagt Helmut Dorenkamp.

1920 wurde das erste Kameradschaftsfest gefeiert. In der NS-Zeit wurde die Kameradschaft verboten, und erst 1954, nachdem viele Soldaten aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, wurde die Kameradschaft neu gegründet.

Das Gedenken an die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft war und ist ein wichtiger Teil des Vereinslebens der Kameradschaft. So bauten Kameraden schon 1941 ein Heiligenhäuschen, obwohl das Vorhaben seinerzeit noch verboten war. Auch heute erinnert das Ehrenmal, das von der Kameradschaft initiiert wurde, an die Opfer von Kriegen. Hierin sind auch die Gefallenen der Bundeswehr eingeschlossen. Als erstes Ehrenmal bundesweit wurde jenes in Ostenland um eine entsprechende Gedenkstätte ergänzt.

Da mit der Coronapandemie alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, hatte die Kameradschaft bislang keine Möglichkeit, auf die Chronik aufmerksam zu machen. Die Chronik kann bei den Vorstandsmitgliedern erworben werden.

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