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222 Photovoltaik-Module sind auf dem Dach des Gymnasiums Löhne installiert worden

CO2-Einsparung: etwa 20 Tonnen pro Jahr

Löhne

Die Stadtwerke Löhne wollen sich zukünftig verstärkt dem Klimaschutz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien widmen. Mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Städtischen Gymnasiums Löhne ist damit ein weiterer Schritt getan. Dies sei ganz im Sinne des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Löhne erfolgt.

Das Projekt wurde seit Herbst 2020 von Fred Wokittel aus dem Bereich Energieversorgung der Stadtwerke Löhne geplant. Das Foto zeigt ihn auf dem Dach des Löhner Gymnasiums. Foto: Stadtwerke Löhne

Um den Schulalltag nicht zu stören, seien die Bauarbeiten in die Sommerferien gelegt worden. Sie haben Mitte Juli begonnen. Der Bau sei trotz der starken Regenfälle problemlos verlaufen und sei innerhalb von vier Tagen abgeschlossen worden. Die Inbetriebnahme werde gerade vorbereitet und finde voraussichtlich noch im Juli statt.

Nach Angaben der Stadtwerke sind 222 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von je 375 Wp aufgestellt worden. Mit der installierten Leistung von insgesamt 83,25 kW könne ein jährlicher Stromertrag von etwa 70.500 kWh erzielt werden. Damit trage die Anlage mit einer CO2-Einsparung von etwa 20 Tonnen pro Jahr aktiv zum Klimaschutz bei.

Zwei Drittel Eigenverbrauch

Ungefähr zwei Drittel des Sonnenstroms vom Schuldach können laut Stadtwerke für den städtischen Eigenverbrauch von Gymnasium sowie von Hallen- und Freibad genutzt werden (etwa 47.000 kWh im Jahr). Der Rest – der beispielsweise in den Sommerferien nicht verbraucht wird – werde ins Netz eingespeist und entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Netzbetreiber vergütet. Da es jedoch nicht ganzjährig intensive Sonnenstunden zur Erzeugung der regenerativen Energie gebe, werde ein Teil der Stromversorgung aus dem Blockheizkraftwerk am Freibad oder aus dem Netz von Westfalen Weser abgedeckt.

Kleiner ausgefallen

Das Projekt wurde nach Beschreibung der Stadtwerke seit Herbst 2020 von Fred Wokittel aus dem Bereich Energieversorgung der Stadtwerke Löhne geplant und im Dezember 2020 im Betriebsausschuss zunächst noch in größeren Dimensionen mit 620 Modulen vorgestellt. Es sei nun jedoch kleiner ausgefallen.

„Grund dafür war nicht, wie zuerst gedacht die Statik des Schuldaches, sondern die Mittelspannungsanlage im kleinen Trafohäuschen am Löhner Frei- und Hallenbad“, erklärt Wokittel. Dieses diene als Verknüpfungspunkt zum vorgelagerten Netz und sei wie ein Nadelöhr, durch das der Strom fließen muss. Mit der ursprünglichen Planungsgröße der PV-Anlage hätte diese Mittelspannungsanla-ge aufgrund gesetzlicher Anforderungen laut Stadtwerke für mehrere 10.000 Euro zunächst umgerüstet werden müssen, wodurch ein wirtschaftlicher Betrieb der PV-Anlage nicht mehr möglich gewesen wäre.

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