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Inflation kostet im Schnitt 1200 Euro Kaufkraft – Institut mit Bilanz 2021 in OWL „sehr zufrieden“

Commerzbank sieht „rasante Enteignung“

Bielefeld

Die hohe Inflation bei niedrigsten Zinsen hat 2021 jeden Bundesbürger im Schnitt 1200 Euro Kaufkraft gekostet. „Das ist vier Mal so viel wie 2020. Aus der schleichenden ist eine rasante Enteignung geworden“, sagt Frank Brüggemann, Leiter des Privatkundengeschäfts der Commerzbank-Niederlassung Bielefeld. Eine Besserung der Situation für Sparer sei auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Russland-Konflikts nicht in Sicht.

Von Oliver Horst

Ziehen die Bilanz 2021 der Commerzbank-Niederlassung Bielefeld: Christopher Hellweg (links), Simone Putsch und Frank Brüggemann.

Womöglich falle wegen des Konflikts auch eine eigentlich von der EZB für den Jahresverlauf erwartete Zinserhöhung aus, sagt Brüggemann. „Aber selbst wenn die kommt, wird es auf absehbare Zeit keine oder kaum Guthabenzinsen geben“, sagt der Banker angesichts aktuell geltender Negativzinsen. Deshalb sei es so erfreulich wie wichtig, dass immer mehr Kunden von Sparern zu Anlegern würden. Ein guter Anlagemix schaffe die Chance auf Kapitalerhalt und -zuwachs. Die Kunden der für weite Teile von OWL zuständigen Niederlassung Bielefeld hätten 2021 das Gesamtdepotvolumen um 16,4 Prozent auf 3,08 Milliarden Euro gesteigert. Zuwächse gab es auch bei Baufinanzierungen und bei Krediten für kleinere Unternehmen. „Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2021 sehr zufrieden. Trotz aller Herausforderungen war es ein tolles Jahr für uns“, sagt Brüggemann.

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