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580.000 Euro fließen in den Kreis Höxter

Corona: Kinder sollen aufholen

KreIs Höxter

Mit knapp 580.000 Euro kann der Kreis Höxter auf Grundlage des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ Angebote und Maßnahmen im Bereich der Schulsozialarbeit und der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Jahren 2021 und 2022 fördern.

Freuen sich gemeinsam, dass mit dem Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ mehr als eine halbe Million Euro Fördermittel in den Kreis Höxter fließen (von links): Christian Rodemeyer, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie, Deborah Frischemeier und Rouven Speith. Foto: Kreis Höxter

„Wir freuen uns sehr, dass die Bundesregierung zwei Milliarden Euro investiert, um Kinder und Jugendliche auf dem Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen zu begleiten und sie beim Aufholen von Lernrückständen zu unterstützen“, sagt Landrat Michael Stickeln.

Die Corona-Pandemie stellt viele Kinder und Jugendliche vor große Herausforderungen. „Auf soziale Kontakte, Sport und das gemeinsame Erleben in der Gruppe mussten viele junge Menschen über lange Zeit verzichten. Die meisten Familien im Kreis Höxter haben sich verantwortungsvoll und aufopfernd um ihre Kinder gekümmert“, hob Stickeln hervor. Wegfallende soziale Bezüge und das Erleben mit Gleichaltrigen hätten sie vielfach nicht kompensieren können. „Kindern und Jugendlichen sollen daher neue Perspektiven und Zuversicht vermittelt werden.“

„Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen schnell wieder aufholen und Versäumtes nachholen können“, ergänzt Kreisdirektor Klaus Schumacher. Es sei gut, mit dieser Förderung Angebote zu schaffen, die schnell ankommen – im Bereich der frühkindlichen Bildung, zusätzliche Sport-, Freizeit- und Ferienaktivitäten sowie Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Alltag.“

Förderrichtlinien

Der Jugendhilfeausschuss hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, entsprechende Förderrichtlinien aufzustellen, damit das Jugendamt eigene Angebote und solche freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe fördern kann. Aufgeteilt wird die Förderung auf die beiden Fördersäulen II (Kinder und Jugendliche mit Freiwilligendienstleistenden und zusätzlicher Sozialarbeit an Schulen unterstützen) und III (Kinder- und Jugendfreizeiten, außerschulische Jugendarbeit und Angebote der Kinder und Jugendhilfe).

Anträge stellen

Die in Fördersäule II bereitgestellten Mittel in Höhe von gut 420.000 Euro werden anteilig nach der Zahl der Schülerinnen und Schüler unter den antragstellenden Schulträgern verteilt. Als Stichtag für die Antragstellung für eine Förderung im Jahr 2021 ist der 30. September 2021 festgelegt. Die Zuschüsse werden dann rückwirkend zum 1. September 2021 bewilligt. Eine Förderung für das Jahr 2022 kann bis zum 31. Dezember 2021 formlos beim Jugendamt des Kreises Höxter von den Schulträgern beantragt werden. „Nach den Fristen eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt. Der Antrag soll eine Kostenkalkulation sowie ein pädagogisches Kurskonzept enthalten, in welchem die Inhalte und Ziele der Arbeit benannt werden“, erläutert Christian Rodemeyer, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie, der sich mit Rouven Speith und Deborah Frischemeier um die Bearbeitung der Anträge kümmert. In der Fördersäule III werden die Mittel von gut 155.000 Euro beispielsweise für Angebote der offenen Jugendarbeit, Ferien- und Wochenendfreizeiten, internationale Jugendbegegnungen oder Angebote der Jugendverbandsarbeit und zur Förderung des jungen Ehrenamtes. Hierbei ist es wichtig, dass die Anträge auf Zuschüsse vor Beginn einer Maßnahme schriftlich eingereicht werden.

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