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Coronaschutzimpfung auch in Apotheken? Lars Rohde aus Werther erklärt, woran es hapert

„Dafür fehlen uns Personal und Platz“

Werther

Wird jetzt vermehrt auch in Apotheken gegen Covid-19 geimpft? Das haben zuletzt mehrere Politiker und Akteure im Gesundheitswesen vorgeschlagen. Grundsätzlich eine gute Idee, findet auch Lars Rohde, der Apotheken in Werther und Bielefeld betreibt und Aufsichtsratsvorsitzender der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) ist. In seinen Apotheken allerdings sei die Umsetzung derzeit aus mehreren Gründen kaum zu leisten.

Von Volker Hagemann

Die Belieferung von Arztpraxen auch mit Covid-19-Impfstoffen stellen die Apotheken sicher. In manchen Apotheken könnte jetzt auch vor Ort geimpft werden – wenn sie denn die Kapazitäten dafür haben. Foto: ABDA/Wagenzik

„Vorweg: Es gibt keinen vernünftigen wissenschaftlichen Grund, der gegen das Impfen in Apotheken spricht, ganz grundsätzlich könnten wir das“, stellt Rohde klar. Ähnlich äußert sich auch Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Wenn der Gesetzgeber das will und Verstärkung an der Front der Impfenden gefordert ist, könnten wir Auffrischungsimpfungen in Apotheken ermöglichen. Es gibt derzeit bundesweit etwa 2600 Apothekerinnen und Apotheker, die eine Impfschulung absolviert haben, damit sie an regionalen Pilotprojekten zur Grippeschutzimpfung in Apotheken teilnehmen können. Kolleginnen und Kollegen aus dieser Gruppe wären am schnellsten einsatzfähig. Bei allen anderen bräuchte es natürlich etwas Zeit zur Vorbereitung.“

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